Wer das Landesgericht Linz betritt, kommt an den Kontrollen nicht vorbei. 123.887 Personen passierten im Vorjahr die Eingangsschleusen – deutlich weniger als 2024 (144.202) und auch unter dem Wert von 2023 (130.558). Ziel der Kontrollen: das strikte Waffenverbot durchzusetzen.
Davon ausgenommen sind nur Personen, die aufgrund ihrer Tätigkeit im öffentlichen Dienst zum Tragen bestimmter Waffen verpflichtet sind – etwa Polizeibeamte. Die Eingangsschleusen sind grundsätzlich mit zwei Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes besetzt, bei Bedarf wird der Personaleinsatz aufgestockt.
Was 2025 alles an der Schleuse endete, zeigt die Bilanz: drei Faustfeuerwaffen, dazu zwei verbotene Waffen – konkret ein Kugelschreiber mit verstecktem Messer und ein Teleskopschlagstock. Außerdem wurden 543 Messer sichergestellt. Kling viel, ist aber deutlich weniger als in den Vorjahren.
Zum Vergleich: 2024 waren es noch 713, im Jahr davor sogar 1.094 Klingen. Im vergangenen Jahr wurden außerdem 33 Abwehrsprays und 2.824 sonstige gefährliche Gegenstände wie Hacken, Spritzen oder andere Stichwerkzeuge gezählt.
In 23 Fällen musste die Exekutive unterstützen – auch hier deutlich weniger als in den Vorjahren (2024: 38, 2023: 51). Auch bei Suchtmitteln gab es einen Rückgang: In zwölf Fällen wurden Besucher damit aufgegriffen. Neben den Kontrollen beim Eingang, setzt man zusätzlich auf sogenannte Mystery-Kontrollen – durchgeführt sowohl von der Sicherheitsfirma als auch vom Landesgericht Linz selbst.