Fussball

59:1-Sieg, 41 Eigentore: Schräge Manipulation in Afrika

In Südafrikas vierter Liga kam es zu einem extremen Betrug. Involviert waren vier Vereine, für die der Verband unbegrenzte Sperren ausgesprochen hat.
Heute Redaktion
12.06.2022, 19:59

59:1, 33:1 und 41 Eigentore – solche Resultate und Zahlen im Fußball lassen aufhorchen. Erster Gedanke: Spielmanipulation – klarer geht es ja kaum. Passiert ist es in der vierten Liga Südafrikas. Vier Teams waren involviert. All diese hat der südafrikanische Verband SAFA nun unbegrenzt wegen Betrugs gesperrt. Doch beginnen wir am Anfang.

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Ins letzte Spiel der Saison gingen die Shivulani Dangerous Tigers als Tabellenführer, mit drei Punkten und 16 Toren Vorsprung. Dahinter lagen der Matiyasi FC (2.) und die Nsami Mighty Birds (3.). Diese direkten Kontrahenten waren sich einig, dass der Leader nicht Meister werden dürfe. Also schlossen sie einen Pakt, sodass Matiyasi 59:1 gewann und die Mighty Birds nicht weniger als 41 Eigentore erzielten.

Doch die Tigers – der Leader – bekam in der Halbzeitpause, da stand es 22:0 für Matiyasi, davon Wind. Also "überredeten" sie ihren Gegner, die Kotoko Happy Boys, nur mit sieben Spielern weiterzuspielen. Begründet wurde das Fehlen von vier Spielern damit, dass sie plötzlich unglaublich müde waren. So gewannen die Tigers 33:1. Mit dem 59:1 an anderer Stelle war schnell klar, das das nicht mit rechten Dingen zuging, wie die BBC schreibt.

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"Diese Leute haben keinen Respekt vor dem Fußball, und wir können nicht zulassen, dass sich so etwas wiederholt", sagte Vincent Ramphago, der SAFA-Präsident der Region Mopani, stinksauer. Er war entsetzt. Neben den lebenslangen Sperren für die vier Vereine verhängte die SAFA auch Sanktionen gegen Vereinsfunktionäre und Schiedsrichter. Diese dürfen fünf bis zehn Jahre nichts mehr mit Fußball zu tun haben.

Ach ja, jemand hatte in dieser Geschichte doch noch etwas zu lachen: Der Vierplatzierte Gawula Classic. Dieser gewann wegen der Disqualifikation der anderen Klubs den Meistertitel.

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