In der Demokratischen Republik Kongo nimmt der Ebola-Ausbruch immer dramatischere Ausmaße an. Mittlerweile haben sich 6.041 Menschen nachweislich mit dem gefährlichen Virus infiziert, 2.911 von ihnen sind gestorben. Derzeit befinden sich 619 Personen in Isolation oder Behandlung.
Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Viele Fälle in den Dörfern und Gemeinden werden den Behörden nicht gemeldet. Der Ausbruch begann vermutlich bereits im Februar, wurde aber erst Mitte Mai öffentlich bekannt gegeben.
Der aktuelle Ausbruch ist nach Angaben von Spiegel Online besonders schwer einzudämmen. Der Grund: Es handelt sich um den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo, für den es bisher weder einen speziellen Impfstoff noch eine gezielte Therapie gibt. Seit Anfang Juli laufen aber klinische Tests mit zwei antiviralen Therapieverfahren.
Zudem startete vor Kurzem ein Testverfahren mit dem Impfstoff Ervebo, der eigentlich für den häufigeren Zaire-Erreger zugelassen ist. Befürchtungen, der Bundibugyo-Erreger könnte mutiert sein, haben sich laut der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC nicht bestätigt.
Ebolafieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten wie Blut, Schweiß oder Speichel übertragen. Es löst ein hochansteckendes Fieber mit Durchfall und inneren Blutungen aus.
Zunächst war die nordostkongolesische Provinz Ituri betroffen. Mittlerweile gibt es Fälle in sechs Provinzen des zweitgrößten afrikanischen Landes. Es handelt sich weltweit um die zweitgrößte Ebola-Epidemie - übertroffen nur vom Ausbruch in Westafrika zwischen 2014 und 2016.