68 Tage gefastet: 13-Jährige starb an Herzinfarkt

In Indien ist ein 13-jähriges Mädchen nach über zwei Monaten Fasten an einem Herzinfarkt gestorben. Gegen die Eltern von Aradhana Samdhariya werden schwere Vorwürfe erhoben, ihre Tochter soll sich nur von Wasser ernährt haben.

In Indien ist ein 13-jähriges Mädchen nach über zwei Monaten Fasten an einem Herzinfarkt gestorben. Gegen die Eltern von Aradhana Samdhariya werden schwere Vorwürfe erhoben, ihre Tochter soll sich nur von Wasser ernährt haben.

Das Mädchen aus Hyderabad feierte am 2. Oktober das Ende der Fastenperiode "Chaumasa" mit der Teilnahme an einer Prozession. Einen Tag später erlitt sie einen Herzinfarkt und starb. Der Tod rief in ganz Indien Entsetzen hervor. Aradhana hatte am 26. Juli mit dem Fasten begonnen.

Kinderschutzorganisation spricht von "geplanten Mord"

"Das ist ein geplanter, brutaler Mord", sagte Achyuta Rao von der Kinderschutzorganisation Balala Hakkula Sangham und Leiter der staatlichen Kommission für Kinderrechte. Denn das Mädchen war wie ihre Eltern Anhänger des Jainismus, dem in Indien über 4 Millionen Menschen angehören. Diese Religion vertritt die Meinung, das die Seele durch einen asketischen Lebensstil gereinigt werden kann. Daher unterziehen sich die Anhänger dem Hungerfasten.

Auch andere Angehörige der Religion haben sich über den Vorfall schockiert gezeigt. Zumeist würden Kinder nur wenige Tage lang fasten, sagten mehrere Würdenträger dem "Indian Express".

Großvater: Alle haben Selfies mit ihr gemacht

Der Vater und der Großvater des Mädchens wurden von der Polizei befragt. Die Familie ist sich keiner Schuld bewusst. Die 13-Jährige habe aus freien Stücken bis zum Ende fasten wollen. "Jeder wusste, dass Aradhana fastete. Alle sind gekommen und haben Selfies mit ihr gemacht. Und jetzt zeigen sie mit dem Finger auf uns", sagte Großvater Manekchand Samdhariya dem Sender "NDTV".

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