Coronavirus

8 von 10 Kindern geht es wegen Pandemie schlechter

Eine neue Studie der Uni Salzburg bringt Dramatisches hervor: Acht von zehn Volksschülern geht es schlecht, jeder Dritte ist oft wütend oder genervt.
Leo Stempfl
13.03.2021, 12:13

291 Mädchen und 250 Buben zwischen sechs und elf Jahren wurden von der Universität Salzburg zu ihrer aktuellen Situation befragt. Dass der Lockdowndiese schwer schädigt, ist dadurch unbestritten. Ob das auch langfristige Auswirkungen haben wird, ist schwer zu sagen.

Die Ergebnisse präsentierten Manuel Schabus und Esther-Sevil Eigl vom "Zentrum für Kognitive Neurowissenschaften" am Freitag, berichtet "orf.at". Demnach hat jedes zweite Kindwegen der aktuellen Lage Angst, jedes dritte schläft schlechter, neun von zehn sind weniger aktiv und drei Viertel verbringen mehr Zeit mit Handy und TV.

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Wunsch nach Sport...

Ist in normalen Zeiten meist das Jammern nach Fernsehen und Videospielen groß, zeigt sich nun, woran es den Kindern wirklich liegt. Jeweils ein Drittel wünscht sich, mit anderen Kindern Sport treiben zu können, Gesichter ohne Maske zu sehen und Freunde zu treffen.

Ein beträchtlicher Teil hat aber auch Angst, dass nahe Angehörige an Corona sterben könnten und beklagen, dass die Eltern aktuell weniger Zeit haben.

...und Schule

Wie groß Kinder die Gefahr durch Corona beurteilen, hängt fast ausschließlich von der Einschätzung ihrer Eltern ab. Die Schule betreffend vermissen drei Viertel den regulären Alltag, vier von zehn das Treffen mit Freunden und jeder Dritte den Sport.

Dem Nasenbohr-Test blickt die Hälfte gelassen entgegen, die andere Hälfte findet ihn unangenehm, ein Drittel davon hat sogar Angst. "Ich vermisse die Schule, wie sie vorher war. Ich habe keinen Spaß mehr in der Schule", schrieb ein Kind im Rahmen der Befragung.