Mitten in der Budgetkrise sorgt in der Steiermark nun auch eine Tempo-Affäre rund um das Büro von Finanzlandesrat Willibald Ehrenhöfer (ÖVP) für Gesprächsstoff. Ein Fahrer des Landesrats wurde auf der Südautobahn mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit angehalten – der Führerschein ist weg.
Der Vorfall ereignete sich auf der A2 zwischen Graz-Ost und Graz-West. Dort gilt ein Tempolimit von 100 km/h, gemessen wurden laut "Krone" jedoch rund 180 km/h. Das Büro von Ehrenhöfer bestätigte den Vorfall auf Anfrage der Zeitung.
Der Landesrat selbst befand sich während der Fahrt allerdings nicht im Landes-Dienstwagen. Dennoch machte die Angelegenheit am Dienstag im steirischen Landhaus rasch die Runde.
Für Ehrenhöfer kommt die Aufregung zu einem heiklen Zeitpunkt. Der ehemalige Industriemanager, der erst im Vorjahr in die Politik gewechselt ist, steht derzeit vor großen budgetären Herausforderungen. Das steirische Landesbudget gilt als tiefrot, allein für 2027 muss die Neuverschuldung um 377 Millionen Euro reduziert werden, um die Vorgaben des österreichischen Stabilitätspakts einzuhalten.