80 Sozialstunden, weil Verkäuferin altes Brot mitnahm

Die angeklagte Verkäuferin und die "Beute"
Die angeklagte Verkäuferin und die "Beute"Trimmel Sascha/iStock
"Mir tut es leid um weggeworfene Lebensmittel", so eine Supermarktverkäuferin, die altes Brot und Wurst mitgenommen, dabei aber geschummelt hatte.

Die Müllcontainer vieler heimischer Supermarktketten sind voll mit essbaren Lebensmitteln. Doch die Regel lautet bei vielen Ketten: "Ware die zum Wegwerfen vorgesehen ist, darf nicht mitgenommen werden."

Eine 25-jährige Mitarbeiterin eines Supermarktes im südlichen Niederösterreich hatte im Jänner dieses Jahres alte Wurst und altes Gebäck (aber noch absolut genießbar) mitgenommen. Bei der Wurst soll sie zudem beim Abwiegen und Etikettieren geschummelt haben (um 7,11 Euro). Eine zufällige Kontrolle durch den Filialleiter und einen zweiten Mitarbeiter wurde der jungen Niederösterreicherin schließlich zum Verhängnis. 

Der Vorgesetzte fand die Lebensmittel und stellte die Beute im Wert von 26,99 Euro sicher. Anfänglich bestritt die junge Frau den "Betrug" bzw. "Diebstahl" gegenüber dem Filialleiter, am nächsten Tag entschuldigte sich die 25-Jährige bei ihm und gestand. Daraufhin wurde die Angestellte fristlos entlassen.

80 Sozialstunden

Gestern musste die unbescholtene 25-Jährige wegen schweren Betruges in Wiener Neustadt vor Gericht. Warum Sie dann überhaupt die Wurst abgewogen und falsch etikettiert hätte, wollten Richterin und Staatsanwältin wissen. Doch dies konnte die Angeklagte nicht wirklich schlüssig erklären. "Mir tut es einfach leid, wenn Lebensmittel entsorgt werden", meinte die 25-Jährige vor Gericht.

Die 25-Jährige wurde im Rahmen einer Diversion zu 80 Sozialstunden verdonnert (Anm.: immerhin bleibt die junge Angeklagte somit weiterhin unbescholten). 

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