Martyrium für eine 88-Jährige in ihrem Wohnhaus: Unter dem Vorwand, Installateurarbeiten durchführen zu müssen, gelangten am 18. Dezember 2025 gegen 9 Uhr zwei Männer ins Haus der Frau in Langenzersdorf – sofort wurde das Opfer attackiert, zu Boden geworfen und mit einem Leintuch gefesselt. Die Beute: lediglich 120 Euro.
Ein erst 19-jähriger Serbe musste sich am Dienstag wegen der brutalen Home-Invasion am Wiener Landesgericht verantworten. Sein Komplize war bei dem Prozess nicht geladen. Der 19-Jährige zeigte sich geständig. "Es tut ihm leid, er hat das Opfer nicht geschlagen", so sein Verteidiger.
Die Polizei hatte den Serben ausforschen können, da er am 8. April 2026 bei einer missglückten Home Invasion in Wien dabei gewesen war (deshalb saßen vier Mitangeklagte, fast alle arbeitslos und teils hochverschuldet, auf der Anklagebank) – ein DNA-Abgleich brachte den Treffer.
Die 88-Jährige erlitt bei dem Überfall zahlreiche Hämatome sowie Verletzungen am Rücken und der Wirbelsäule. Sie musste insgesamt 16 Tage in zwei Krankenhäusern behandelt werden, lebt nun wieder in ihrem Haus, muss aber betreut werden. Das Urteil für den 19-Jährigen und seinen Komplizen hatte es in sich: 7 Jahre Haft, nicht rechtskräftig. Die anderen kamen mit Strafen von zweieinhalb, drei bzw. dreieinhalb davon.