Glänzender Lack, röhrende Motoren und Preise, die schnell in schwindelerregende Höhen klettern: Für Sammler sind Oldtimer und Sportwagen echte Schätze. Ein 54-jähriger Autohändler aus dem Bezirk Perg soll das große Vertrauen seiner Kunden allerdings schamlos ausgenutzt haben.
Zwischen Oktober 2022 und Ende Oktober 2024 überließen ihm mehrere Eigentümer ihre wertvollen Fahrzeuge. Der Mann sollte die Autos in ihrem Auftrag verkaufen und ihnen anschließend den erzielten Erlös überweisen. Doch genau das soll in zahlreichen Fällen nicht passiert sein.
Obwohl die edlen Karossen längst neue Besitzer gefunden hatten, blieb das Geld laut Anklage beim Händler. Statt die Verkaufserlöse weiterzuleiten, soll der 54-Jährige die Einnahmen laut Anklage für seine eigene Autofirma verwendet haben.
Mit dem Geld soll er unter anderem laufende Kosten seines Betriebs gedeckt und eigene Gehaltszahlungen finanziert haben. Insgesamt sind laut Anklage elf Fahrzeugeigentümer betroffen. Einige von ihnen sollen bis heute keinen Cent aus dem Verkauf ihrer Autos erhalten haben.
Der mutmaßliche Schaden ist enorm: Mehr als zwei Millionen Euro sollen auf diese Weise verschwunden sein. Am Montag musste sich der Autohändler deshalb wegen schweren Betrugs am Landesgericht Linz verantworten.
Das Gericht sprach den 54-Jährigen schließlich schuldig. Laut "ORF" wurde der Oldtimer-Händler zu zwei Jahren unbedingter Haft verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, es gilt die Unschuldsvermutung.