Gleich zwei schwere Freizeitunfälle haben sich am Sonntag in niederösterreichischen Hochseilgärten ereignet. Innerhalb von weniger als zwei Stunden mussten zwei Kinder ins Spital gebracht werden.
Der erste Unfall passierte am 26. Juli gegen 16.15 Uhr. Ein neunjähriges Mädchen war in Gänserndorf gemeinsam mit seiner Mutter auf einem Parcours unterwegs. Am Ende der Route führte eine Seilrutsche zurück auf den Boden. Das Kind dürfte diese jedoch nicht als solche erkannt haben.
Die Neunjährige löste sich aus dem Sicherungssystem und versuchte, über ein Notfallseil nach unten zu gelangen. Dabei verließen sie offenbar die Kräfte. Das Mädchen stürzte aus rund vier Metern Höhe auf den Boden.
Es erlitt Verletzungen unbestimmten Grades. Der Rettungshubschrauber Christophorus 9 flog das Kind in die Klinik Donaustadt.
Nur wenig später kam es zum nächsten Unfall in Mönichkirchen (Bezirk Neunkirchen). Gegen 17.50 Uhr rutschte ein achtjähriger Bub am Ende eines Parcours über eine Stahlseilrutsche zu Boden. Er dürfte noch mit dem Sicherungssystem verbunden gewesen sein, als sein Vater ebenfalls auf die Rutsche stieg.
Durch das zusätzliche Gewicht geriet das Seil in eine Pendelbewegung. Der Achtjährige wurde hochgehoben und glitt seinem Vater entgegen. Bei der heftigen Kollision wurde der Bub schwer verletzt. Er wurde in das Uniklinikum Wiener Neustadt gebracht.