Ein 88-jähriger Wiener ist am Montag, dem 5. Jänner 2026, nach seiner Wanderung, wie jeden Tag, im Waldgebiet Troppberg/Riedanleiten (Bezirk St. Pölten, NÖ) nicht wie ausgemacht um 12 Uhr beim Treffpunkt mit seinem Neffen aufgetaucht.
Sein Neffe erstattete gegen 14 Uhr über den Polizeinotruf Anzeige, auch weil sein Onkel bei der Wanderung kein Mobiltelefon dabei hatte.
Polizisten der Inspektionen Purkersdorf (Bezirk St. Pölten, NÖ), Gablitz (Bezirk St. Pölten, NÖ), Pressbaum (Bezirk St. Pölten, NÖ) und Altlengbach (Bezirk St. Pölten, NÖ) starteten die Suche auf der Strecke des Wanderweges. Unterstützung gab es von einem Drohnenpiloten der Landespolizeidirektion Niederösterreich und der Polizeidiensthundeinspektion St. Pölten.
Eine Wanderin hat den Beamten erzählt, dass sie einen Mann auf einer freien Fläche im Schnee sitzen gesehen hat. Sie dachte, er genieße einfach die Natur und die Ruhe, konnte den genauen Platz aber nicht sagen. Der Neffe erklärte außerdem, sein Onkel habe vor Kurzem von der Troppbergwarte gesprochen, deshalb wurde dort verstärkt gesucht.
Die Streife aus Gablitz hat den vermissten Wanderer schließlich gegen 15.25 Uhr gefunden. Der 88-Jährige erzählte, dass er gestürzt ist und nicht mehr alleine aufstehen konnte. Ganze vier Stunden habe er auf der Wiese ausgeharrt.
Die Polizisten und die Freiwillige Feuerwehr Irenental (Bezirk St. Pölten, NÖ) haben den Verletzten mit einem Tragetuch über das rutschige, unwegsame Gelände zu einem Forstweg gebracht.
Mit einem Tankwagen der Freiwilligen Feuerwehr Irenental wurde der Mann dann weiter zum Rettungswagen transportiert. Die Erstversorgung wurde noch vor Ort durchgeführt. Dann wurde er vom Rettungsdienst ins Universitätsklinikum Tulln (Bezirk Tulln, NÖ) gebracht.