Einsatzgruppe NÖ Süd

Alpine Helfer stark gefordert: 16 Einsätze in 4 Tagen

Zum Jahresbeginn herrscht Hochbetrieb für die Alpine Einsatzgruppe NÖ Süd. Innerhalb weniger Tage häuften sich die Notfälle nahe dem Semmering.
Victoria Carina  Frühwirth
06.01.2026, 13:24
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Der Schwerpunkt lag bei den 16 Einsätzen klar auf Wintersportunfällen. Allein elf Einsätze standen im Zusammenhang mit Rodelunfällen auf Kunstschnee. Diese endeten teils mit schweren Verletzungen.

Rodelunfall mit Fahrerflucht

Besonders brisant: Mehrere Zusammenstöße wurden registriert. "Bei insgesamt vier Rodelunfällen war eine Kollision die Unfallursache, bei zwei dieser Unfälle begingen die Täter Fahrerflucht. Alle Rodelunfälle ereigneten sich im Skigebiet Semmering auf der dortigen Erlebnisrodelbahn und der Rodelwiese", sagte Roland Groll, Leiter der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) NÖ Süd, zur "NÖN".

Auch auf der Piste selbst kam es zu gefährlichen Situationen. Ebenfalls am Semmering verlor ein Snowboarder bei hohem Tempo die Kontrolle. Der Mann wollte Richtung Pistenrand abbremsen, stürzte jedoch über den Rand hinaus und prallte mit dem Gesicht gegen einen Baum.

Fahrt auf Kunstschnee ist anspruchsvoll

Besonders dramatisch verlief ein Unfall im Skigebiet Mönichkirchen-Mariensee. Dort wurde ein fünfjähriges Kind bei einer Kollision auf den Skiern schwer verletzt. Es musste mit dem Notarzthubschrauber ins Universitätsklinikum Wiener Neustadt geflogen werden. "Generell sind die Bedingungen auf Kunstschnee anspruchsvoll. Durch die harte Schneeoberfläche sind die Wintersportgeräte, insbesondere die Rodeln, schwerer zu kontrollieren als auf Naturschnee", warnte Groll gegenüber der "NÖN".

Der Leiter der Alpinen Einsatzgruppe rät daher dringend zu defensivem Verhalten.  Groll: "Besonders beim Rodeln ist entsprechendes Schuhwerk mit harter Sohle wichtig, um die Rodel gut steuern und bremsen zu können." Zusätzlich empfiehlt er das Tragen eines Helms, um schwere Kopfverletzungen zu vermeiden.

Forstunfall und Ausrutscher

Auch Wanderer waren bei zwei Einsätzen in den vergangenen Tagen betroffen. "Unfallursache waren Stürze durch Ausrutschen am hart gefrorenen Altschnee, der in niederen bis mittleren Lagen oft nur mehr in Resten auf den Wegen liegt", schilderte Groll. Er rät, auch bei kurzen Eispassagen Grödel oder Spikes zu tragen.

Abseits davon kam es laut "NÖN" zu einem schweren Forstunfall in einem Bergwald bei Ransdorf im Bezirk Wiener Neustadt-Land.

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