Der anhaltende Frost sorgt für Eisschichten auf Gewässern in Niederösterreich und Wien – viele Freizeitsportler wagen sich schon aufs Eis.
Nach dem Kälteeinbruch der letzten Tage hat sich etwa auch am Sitzenberger See im Bezirk Tulln eine Eisfläche gebildet. Bereits am Sonntag (4. Jänner) waren die ersten Wagemutigen auf dem Eis zu sehen. Auch Montag und Dienstag tobten sich wieder Schlittschuhläufer auf dem Eis aus.
Dennoch ist die Gefahr nicht zu unterschätzen: Trotz eisiger Temperaturen sind Natur-Eisflächen etwa in Wien nicht freigegeben.
Die Stadt Wien warnte daher: Im gesamten Stadtgebiet seien keine Natur-Eisflächen freigegeben. Auch das Eis auf der Alten bzw. Neuen Donau ist noch nicht tragfähig.
Der Grund liege in einer unterschätzten Gefahr, dem Grundwasser. Dieses speist auch stehende Gewässer ständig und hat selbst bei starkem Frost rund sieben Grad. Das Eis wird dadurch von unten ausgedünnt, gefährliche Schwachstellen sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen – mehr dazu hier. Die Stadt Wien appelliert eindringlich, ausschließlich freigegebene Eislaufplätze zu nutzen.
"Heute" fragte bei Wetterexperte Konstantin Brandes (ubimet) nach: "Zu den Wetteraussichten bzw. der Temperaturentwicklung: bis einschließlich Freitag bleibt es im Großraum Wien beim Dauerfrost (nachts -8 bis -4 Grad, tagsüber -3 bis 0 Grad)."
Das Eis dürfte also noch etwas dicker werden – dennoch bleibt bei nicht freigegebenen Gewässern immer auch die Gefahr, einzubrechen.
In vielen Gemeinden in Niederösterreich wartet man daher noch einige Tage, bis die Eisschicht dick genug ist. "Am Lunzer See (Bezirk Scheibbs) etwa kann man derzeit noch nicht eislaufen, auch am Stadtsee in Allentsteig (Bezirk Zwettl) will man noch etwas ausharren", berichtet der "ORF NÖ".