9 von 10 Österreichern fordern mehr Klimaschutz

Fridays for Future-Demonstrationen gehören mittlerweile fast schon zum Stadtbild.
Fridays for Future-Demonstrationen gehören mittlerweile fast schon zum Stadtbild.(Bild: Emil Schrattenecker)
Die erste österreichische Studie zur Klima-Krise kommt zu eindeutigen Ergebnissen: 88 Prozent unterstützen demnach Maßnahmen für den Klimaschutz.

Die Studie wurde am Donnerstag präsentiert und von der Initiative "Mutter Erde" (dahinter stehen unter anderem der ORF und der Alpenverein) gemeinsam mit der Umweltschutzorganisation "Global 2000" und dem Marktforschungsinstitut "Integral" durchgeführt. "Die Unterstützung für Klimaschutzmaßnahmen in der Bevölkerung ist überwältigend", so Agnes Zauner, Geschäftsführerin von Global 2000.

Weitere 79 Prozent unterstützen eine CO2-Steuer im Sinne der Gestaltung des Steuersystems nach dem Verursacherprinzip. Klimafreundliches Verhalten soll dadurch günstiger und klimaschädliches Verhalten teurer werden. Allerdings fühlen sich auch nur zehn Prozent der Österreicher sehr gut über die Klimakrise informiert.

Interesse hoch

Und das, obwohl das Interesse der Bevölkerung mit 79 Prozent eigentlich sehr groß wäre. Trotzdem gaben nur 45 Prozent an, einigermaßen gut informiert zu sein.  Das liegt unter anderem daran, dass ganze 54 Prozent Angst vor dem Klimawandel haben. Als Hauptursache sehen dabei 74 Prozent die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas.

Überraschend hoch ist zudem die Bereitschaft, sich klimafreundlicher zu verhalten. Dass sich ganze 80 Prozent dafür aussprechen, würde laut den Forschern klar zeigen, dass nun Wirtschaft und Politik am Zug sind, etwa den öffentlichen Verkehr weiter auszubauen und zu fördern. Als angenehmer Corona-Nebeneffekt könnten so auch tausende neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

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