Brasilien steht nach einem Kraftakt im Achtelfinale der WM. Der Rekordweltmeister setzte sich in Houston dank eines Treffers des eingewechselten Gabriel Martinelli in der Nachspielzeit mit 2:1 (0:1) gegen Japan durch. Im Achtelfinale wartet am 5. Juli Norwegen oder die Elfenbeinküste.
Dabei brachte ausgerechnet Mainz-Profi Kaishu Sano die Japaner mit seinem ersten Länderspieltor nach einem Sololauf in Führung (29.). Zuvor hatte Brasilien zwar mehr Ballbesitz, ließ seine Chancen durch Bruno Guimarães und Matheus Cunha aber ungenutzt. Für Diskussionen sorgte zudem eine Szene, als Sano Cunha im Strafraum zu Fall brachte, Schiedsrichter Maurizio Mariani jedoch weder Elfmeter noch Gelb-Rot zeigte.
Nach dem Rückstand erhöhte die Mannschaft von Carlo Ancelotti nach der Pause den Druck deutlich. Guimarães und Casemiro scheiterten zunächst noch am stark aufgelegten Torhüter Zion Suzuki, ehe Casemiro per Kopf den verdienten Ausgleich erzielte (56.). Vinicius Júnior traf kurz darauf nach einem Solo nur den Pfosten. Japan verteidigte mit großem Einsatz und hielt das Remis lange fest, kam offensiv aber kaum noch zur Entlastung.
Als vieles bereits auf eine Verlängerung hindeutete, schlug der Joker in der fünften Minute der Nachspielzeit zu. Martinelli verwertete eine Hereingabe aus kurzer Distanz zum umjubelten 2:1 und schoss Brasilien damit doch noch verdient in die nächste Runde. Der Traum vom sechsten WM-Titel lebt für die Selecao weiter.