Tech-Riese im Wandel

99 Prozent des Samsung-Gewinns aus mit Speicher

Samsung macht sein Geld offenbar fast nur noch mit Speicherchips. Die Smartphone-Sparte rutscht sogar ins Minus, heißt es in Berichten.
Digital  Heute
30.07.2026, 16:23
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Bei Samsung Electronics geht die Schere zwischen der Speichersparte und anderen Geschäftsbereichen immer weiter auseinander. Mittlerweile machen Arbeitsspeicher (DRAM) und NAND-Flash-Bausteine über 99 Prozent des gesamten Betriebsgewinns aus.

Umgerechnet rund 54 Milliarden Euro kommen aus der Sparte Device Solutions, die größtenteils aus der Speicherherstellung besteht. Konzernweit meldet Samsung etwa 104 Milliarden Euro Umsatz und 54,3 Milliarden Euro Betriebsgewinn.

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Wie heise online berichtet, stieg allein der Umsatz mit Speicher im Jahresvergleich um beeindruckende 471 Prozent. Innerhalb eines Quartals legte er um 62 Prozent zu.

Smartphone-Sparte im Minus

Die Unternehmensschwester Samsung Device Experience rund um Galaxy-Smartphones, Smartwatches, Smart-TVs und Haushaltsgeräte macht zwar weiter ordentlich Umsatz, rutscht jedoch ins Minus ab: Eine halbe Milliarde Euro Betriebsverlust bei 29 Milliarden Euro Umsatz steht zu Buche.

Samsung macht dafür steigende Komponentenkosten und eine abebbende Nachfrage verantwortlich. Die Speichersparte gewährt der Geräteschwester offenbar keine großen Preisnachlässe, um die eigenen Zahlen zu maximieren.

Langfristige Speicherverträge

Samsung folgt derweil dem Industrietrend für fünf Jahre laufende Speicherlieferabkommen. Mit den fünf weltweit größten Rechenzentrenkunden sollen bereits Verträge bestehen, Gespräche mit fünf weiteren Großkunden laufen.

Die Börsen nahmen Samsungs Geschäftsbericht trotz des Ausverkaufs der letzten Wochen gut auf: An der Korea Stock Exchange schloss die Aktie mit nur minus 0,7 Prozent ab.

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