Wer in den letzten Tagen sein iPhone, iPad, seine Watch oder seinen Mac aktualisiert hat, hat damit Dutzende Sicherheitslücken geschlossen. In iOS und iPadOS 26.6 wurden 87 Schwachstellen behoben – ein bisheriger Rekord. Noch mehr sind es bei macOS 26.6: Hier listet Apple satte 155 Korrekturen auf.
Diese Zahlen wirken erschreckend hoch, doch dahinter steckt ein neuer Trend. Früher enthielten kleinere Betriebssystem-Updates etwa ein Dutzend Sicherheitsfixes. Diese Zahl ist zuletzt jedoch explodiert.
Der Grund dafür sind KI-gestützte Programmieragenten, heißt es bei macwelt.de. Diese Tools sind mittlerweile so gut, dass sie riesige Code-Datenbanken analysieren und Schwachstellen finden können, die Menschen übersehen.
Dabei nutzen nicht nur die Guten diese Technologie. Auch Hacker und kriminelle Gruppen setzen KI ein, um Sicherheitslücken aufzuspüren und auszunutzen.
Die Ressourcen, die früher nur Staaten und Großkonzernen zur Verfügung standen, sind nun für alle zugänglich.
Apple arbeitet deshalb mit dem KI-Unternehmen Anthropic im Projekt "Glasswing" zusammen. Ziel ist es, Schwachstellen zu finden, bevor böswillige Akteure sie entdecken.
Für Nutzer bedeutet das: In Zukunft werden Betriebssystem-Updates regelmäßig Dutzende Sicherheitslücken beheben. Das Update sollte man also schnellstmöglich installieren - denn wer zögert, gibt Hackern Zeit zum Angreifen.