Ab diesem Wert wandern Schulen ins Distance Learning

Bildungsminister Faßmann findet gefallen an der "Wiener Regel" und möchte diese auf ganz Österreich ausweiten.
Bildungsminister Faßmann findet gefallen an der "Wiener Regel" und möchte diese auf ganz Österreich ausweiten.iStock
Laut Bildungsminister Heinz Faßmann soll festgelegt werden, ab wann der Unterricht wieder auf Distance-Learning umgestellt werden soll. 

Das Infektionsgeschehen in Österreich bereitet große Sorgen. Die stets steigenden Neuinfektionszahlen haben sogar für Ende März geplante Öffnungsschritte nicht möglich gemacht. Stattdessen könnte es sein, dass es vielerorts wieder zu Verschärfungen kommt. Wo jene in Kraft treten und wie sie aussehen könnten, wird wohl erst Dienstagabend bekannt.

Da werden nämlich die drei Bundesländer Wien, Niederösterreich und Burgenland mit Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) über die nächsten Schritte im Kampf gegen das Coronavirus beraten. Bereits jetzt scheint aber klar zu sein, dass die Bundeshauptstadt die Corona-Maßnahmen wohl ausweiten werde, dies ließ Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) am Dienstagnachmittag in einer Pressekonferenz durchsickern. (Mehr dazu hier >>)

Distance Learning, wenn...

Doch was passiert mit den Schulen? ÖVP-Bildungsminister Heinz Faßmann sprach sich hier dafür aus, eine Inzidenz-Grenze zu fixieren. So soll der Unterricht etwa dann wieder auf Distance-Learning umgestellt werden, wenn eine 7-Tage-Inzidenz von 400 in einem Bezirk oder einer Gemeinde erreicht sei. Dies halte er für "grundsätzlich sinnvoll".

In einem Gespräch mit der APA merkte er allerdings an, dass hier Fälle ausgenommen seien, "bei denen diese Inzidenz auf eine ganz spezifische Ursache zurückzuführen sei, die man klar identifizieren könne – etwa große Cluster in einem Betrieb".  

"Man muss so eine Grenze einziehen und sagen: Es passiert etwas", fordert Faßmann.

Zudem teilte der Bildungsminister mit, dass bei diesen Entscheidungen auch das Bildungsministerium eingebunden sei. "Schon jetzt setzten sich Bildungsdirektion bzw. Gesundheitsbehörden mit seinem Ministerium ins Einvernehmen, wenn einzelne Schulen auf Distance-Learning umgestellt werden." Es sei nicht möglich, dass Landeshauptleute etwa einfach die Osterferien für ihr Land verlängern, stellte Faßmann klar. 

 Ohne sein Einverständnis sei das nicht möglich. 

Faßmann will "Wiener Regel" auf ganz Österreich ausweiten

In dem Gespräch mit der APA sagte er ebenso, dass die neue Wiener Regel, "vernünftig" sei. Jene besagt nämlich, dass ein einziger Corona-Fall in einer Klasse dazu führt, dass alle anderen Kinder automatisch zu K1-Personen werden und bei einem zweiten Fall die gesamte Klasse in Quarantäne geschickt wird. Er werde gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium auch für eine einheitliche Umsetzung im ganzen Land sorgen.

 Zusammen mit dem Gesundheitsministerium will Faßmann diese Regel nun einheitlich für das gesamte Land umsetzen.

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