Ab Mittwoch wegen Corona gar kein Unterricht mehr

Nehammer, Kurz, Kogler und Anschober nach dem Ministerrat
Nehammer, Kurz, Kogler und Anschober nach dem MinisterratBild: picturedesk.com

Das gab es in Österreich noch nie! Bundeskanzler Sebastian Kurz verkündete Mittwochabend im Bundeskanzleramt, dass der Unterricht in den Schulen ab kommenden Mittwoch für insgesamt vier Wochen komplett eingestellt wird.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (VP) und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) traten im Kanzleramt am Wiener Ballhausplatz am Mittwochabend neuerlich vor die Presse. Sie verkündeten weitere Einschränkungen im öffentlichen Leben, haben diese Schritte aber wohlüberlegt. Denn "viele müssen auch in Krisenzeiten ihrer Arbeit nachkommen, damit unsere Gesellschaft funktioniert. Eine überlegte Entscheidung mit Bedacht ist daher nötig", führte Sebastian Kurz aus.

Oberstufe ab Montag zu

Wie von "Heute" bereits Mittwochnachmittag berichtet, wird es bereits ab Anfang der kommenden Woche für die Oberstufe keinen Unterricht mehr geben. Kurz bestätigte diese Info: "Ab kommenden Montag findet kein Unterricht mehr für Schüler statt, die älter als 14 sind." Inklusive der Osterferien gilt diese Maßnahme vorerst für vier Wochen. "Es ist eine einschneidende Maßnahme, aber es ist eine konsequente und notwendige Maßnahme."

Kinder keinesfalls zu Großeltern

Doch auch für jüngere Schüler gibt es massive Einschränkungen, so Kurz: "Ab Mittwoch wird es für Schüler bis 14 Jahre eine Umstellung vom klassischen Unterricht auf Betreuung geben. Alle, die zuhause betreut werden können, sollen dort betreut werden. Wer keine Möglichkeit hat, seine Kinder zuhause zu betreuen, hat die Möglichkeit, die Kinder zur Schule zu bringen, wo ein Betreuungsangebot stattfindet. Kinder dürfen aber keinesfalls zu den Großeltern gebracht werden. Das sind die Meschen, die wir besonders schützen", so Kurz. "Diese Maßnahmen sind sinnvoll und notwendig."

"Kinder starke Multiplikatoren"

Für die Maturanten werde eine Extra-Regelung getroffen werden, fügte Bildungsminister Heinz Faßmann an. Auch Kindergartenkinder sollen nach Möglichkeit zuhause betreut werden. "Kinder sind starke Multiplikatoren dieser Infektion. Daher ist es wichtig, auch im schulischen Bereich anzusetzen", ergänzte Gesundheitsminister Rudi Anschober.

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