Nach dem tödlichen Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin kommen immer neue Details über den mutmaßlichen Täter ans Licht. Laut einem Bericht der "Bild" war Abdul B. den Sicherheitsbehörden bereits seit Jahren bekannt und soll der islamistischen Szene zugerechnet werden.
Wie die "Bild" berichtet, wollte der 21-Jährige bereits 2025 nach Syrien ausreisen. Im Libanon wurde Abdul B. jedoch festgenommen und als deutscher Staatsbürger nach Deutschland zurückgebracht. Laut dem Bericht soll er schon damals einen Terroranschlag geplant haben.
Im Mai 2026 wurde Abdul B. vom Amtsgericht Tiergarten wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat zu einem Jahr und zehn Monaten Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hielt das Strafmaß für zu niedrig und legte Berufung ein.
Während des Berufungsverfahrens stand Abdul B. zeitweise unter Beobachtung der Polizei. Nachdem er ein Foto mit einer Schusswaffe im Internet veröffentlicht hatte, durchsuchten Ermittler seine Wohnung. Gefunden wurde allerdings nur eine Spielzeugwaffe. Sein Handy wurde überwacht, zudem musste er sich regelmäßig bei seinem Bewährungshelfer melden.
Laut "Welt" sollte Abdul B. außerdem an Gesprächen zur Deradikalisierung und Extremismusprävention teilnehmen. Zwei Termine nahm er demnach freiwillig wahr, ein weiterer war für den 27. Juli geplant. Zu diesem Zeitpunkt befand er sich laut Bericht in einem sogenannten Clearing-Prozess.
Am 25. Juli soll Abdul B. schließlich mit einem Transporter in die Menschenmenge beim Berliner CSD gefahren sein. Dabei kam eine Frau ums Leben, 16 weitere Menschen wurden verletzt. Seither wird der Verdächtige international gesucht.
Die Berliner Polizei hatte bereits nach der Tat erklärt, Abdul B. sei polizeibekannt und werde der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet.