2001 wurde das Polizei-Wachzimmer am Bahnhof Wiener Neustadt aufgelöst, Ernst Strasser war damals Innenminister. Seither hat sich viel getan – der Öffi-Knotenpunkt wurde zum Hotspot für Klein-Kriminalität, von rund 600 Wegweisungen pro Jahr ist die Rede. Eine Schutzzone wurde eingerichtet.
Ein Umstand, der für SPÖ-Vizebürgermeister Rainer Spenger schon seit Längerem nicht haltbar ist – "Heute" berichtete. Ein Großteil der täglich rund 32.000 Pendler seien Schüler, deren Sicherheit so gefährdet sei.
Die ÖVP sieht das – wie berichtet– anders. Jetzt wurde das SPÖ-Anliegen auch im Parlament diskutiert, allerdings mit ärgerlichem Ausgang für Spenger. Denn: Der Antrag auf ein Wachzimmer wurde abgelehnt.
Rainer Spenger sagt dazu: "Nach wie vor ist für mich und Nationalratsabgeordnete Petra Vorderwinkler unverständlich, wie man eigentlich gegen mehr Polizei und damit mehr Sicherheit am größten Bahnknotenpunkt Niederösterreichs sein kann. 32.000 Pendler:innen täglich, die Hälfte davon Schüler:innen und Student:innen, sind ja nicht nix. Und auch 600 Wegweisungen jährlich zeigen, wir sehr der Hut an diesem Hotspot brennt. Aber keine Sorge: Unser Kampf im Interesse der über 2.000 Unterschriften und der Sicherheit der Menschen in Stadt & Bezirk geht weiter."