Hinter dem Gedanken der schlankheitsfördernden Wirkung von Abführmitteln steckt die Idee der Ausscheidung von Nahrung, bevor sich die enthaltenen Nährstoffe im Gewicht bemerkbar machen können.
Der Haken an dieser Theorie ist, dass die Kapseln und Pulverchen erst im Dickdarm ihre abführende Wirkung entfalten. Der menschliche Organismus verdaut allerdings schon davor und hat die in der Nahrung enthaltenen Nährstoffe und Fette bereits aufgenommen, bevor die Präparate wirken können.
wurden ursprünglich entwickelt, um bei schwerwiegenden Verdauungsstörungen Abhilfe zu schaffen. Sie werden jedoch oft missbraucht und zweckentfremdet. Man sollte unbedingt die Nebenwirkungen von Abführmitteln beachten und diese nicht auf die leichte Schulter nehmen
Risiken und Nebenwirkungen
Durch die regelmäßig Einnahme von Abführmitteln kommt es schnell zu einem Gewöhnungseffekt. Dies bedeutet, dass man die Dosen erhöhen und dem Körper immer mehr abführende Präparate zuführen muss. Durch die Einnahme dieser Mittel verliert der Körper viel Flüssigkeit und Elektrolyte.
Ein Elektrolytmangel kann wiederum zu Funktionsschädigungen und Störungen im Bereich von lebenswichtigen Organen wie Herz, Leber und Nieren führen. Hinzu kommt, dass Abführmittel oft die Wirkung von anderen Medikamenten (z.B. Anitbabypille) hemmt. Insgesamt kann also nicht zu einer unbegründeten Einnahme von Abführmitteln zu Abnehmzewcken geraten werden.