Ein Zwischenfall an Bord eines Flugzeugs nach Wien hat am Berliner Flughafen für Aufregung gesorgt. Noch vor dem Start eskalierte die Situation in der Maschine – das berichtet am Donnerstag "Focus Online".
In den hinteren Reihen begann ein Abschiebehäftling plötzlich zu randalieren. Die ihn begleitenden Polizisten griffen ein und führten den Mann aus dem Flugzeug. Dabei kam es zu einem Gerangel - mit folgenschweren Konsequenzen.
Denn an der vorderen Tür des Airbus A320 wurde die Notrutsche ausgelöst. Alle Passagiere mussten die Maschine verlassen. Auch die Airline hat den Vorfall bereits bestätigt, heißt es in dem Bericht.
Der Abschiebehäftling habe sich lautstark bemerkbar gemacht, weshalb entschieden worden sei, ihn aus dem Flug zu nehmen. Zu diesem Zeitpunkt sei die Notrutsche bereits aktiviert gewesen.
Der Flug hätte ursprünglich um 7.00 Uhr starten sollen. Erst am späten Vormittag konnten die ersten Passagiere wieder einsteigen. Die Maschine wird schließlich mit rund zweieinhalb Stunden Verspätung in Wien erwartet.
Solche Situationen sind laut "Focus online" kein Einzelfall: Im Vorjahr wurden 1593 Abschiebungen mit Beteiligung der Bundespolizei abgebrochen. Die Gründe reichen von medizinischen Notfällen über Widerstand bis hin zu Problemen rund um den Flug selbst. Insgesamt wurden 22.787 Menschen abgeschoben, die meisten davon per Flugzeug.
Von Seiten des Innenministeriums heißt es gegenüber "Heute", dass es sich bei dem Mann um einen pakistanischen Staatsbürger handelt, der nach Larnaka (Zypern) gebracht wird. Es handelt sich also nur um einen Zwischenstopp in Wien. Man spricht hier von einer "Durchbeförderung", die mit den Austro-Behörden nichts zu tun habe.