Nach 22 Jahren endet die Tätigkeit von Karim El-Gawhary als Korrespondent des ORF. Sein Vertrag läuft Mitte 2026 aus, danach wird er nicht mehr in dieser Funktion tätig sein. Im Zuge eines Generationenwechsels soll die Nahost-Berichterstattung künftig breiter aufgestellt werden. Geplant ist die Eröffnung eines zusätzlichen ORF-Korrespondentenbüros im Nahen Osten.
Zum Abschied meldet sich der langjährige Journalist nun selbst zu Wort – mit einem ausdrücklichen Dank für die große öffentliche Wertschätzung, die ihm in den vergangenen Tagen entgegengebracht wurde.
El-Gawhary spricht von "unzähligen anerkennenden E-Mails", zahlreichen Social-Media-Postings sowie Kommentaren unter Zeitungsartikeln, die seinen Abgang thematisierten. Besonders bewegt zeigt er sich über eine Unterschriftenliste, die inzwischen von mehr als 20.000 Menschen unterstützt wurde und den Wunsch nach einer Fortsetzung seiner journalistischen Arbeit ausdrückt. Diese breite Resonanz habe ihn überwältigt und sehr berührt, erklärt El-Gawhary.
Der Zuspruch mache ihm den Abschied vom ORF nach mehr als zwei Jahrzehnten leichter. Gleichzeitig richtet der Journalist den Blick nach vorne. Persönlich sei er guter Dinge, "etwas Neues aufzustellen", das möglicherweise nicht mehr an ein offizielles Medium gebunden ist. Als eine konkrete Überlegung nennt El-Gawhary die Idee eines wöchentlichen Podcasts.