Abstiegskampf in Köln: Das sagt Peter Stöger

Peter Stöger
Peter StögerBild: imago sportfotodienst

Fünf Spiele, fünf Niederlagen. Mit null Punkten ist Peter Stögers 1. FC Köln das Bundesliga-Schlusslicht. Der schlechteste Start der Vereinsgeschichte ist perfekt.

Die 0:1-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt zeigte die Baustellen der Kölner auf. Defensiv wackelig, offensiv harmlos. Dazu kam auch noch neuerliches Pech mit den Entscheidungen des Video-Referees, der bei Frankfurts Siegtreffer aus einer falschen Elfmeterentscheidung nicht korrigierend eingriff.

"Wir haben die Kompaktheit weit besser hingebracht als zuletzt, aber das interessiert keinen nach der fünften Niederlage", analysierte Stöger nach dem Training am Donnerstagvormittag. "Es ist schwierig, wenn du wenig offensive Erfolgserlebnisse hast und dir dann immer ein Tor einfängst." Köln hat nur einen Treffer erzielt, 13 kassiert. Beides der schlechteste Bundesliga-Wert.

"Die Situation wird nicht leichter"

Trainerdiskussion kommt in Köln jedenfalls keine auf. Peter Stöger sitzt in Köln sicher im Sattel. Trotzdem: Der erfolgsverwöhnte Coach ist mit der schwierigsten Phase seiner Laufbahn konfrontiert. "Die Situation wird nicht leichter. Das ist klar. Aber wir werden unseren Weg weiter durchziehen."

Aufgrund des dichten Programms kann der Österreicher nur schwer an den Schrauben drehen. Am Sonntag geht es zum Sensationsteam Hannover 96, muss ÖFB-Teamstürmer Martin Harnik entschärft werden. Vier Tage später gastiert Roter Stern Belgrad in der Europa League in Köln. Dann geht es gegen Leipzig.

"Bis zum Winter unten drinnen"

Stöger verfällt trotzdem nicht in Hektik, ist sich der Situation bewusst. Die heißt Abstiegskampf - auch wenn der Wiener dieses Wort nicht in den Mund nimmt. "Selbst wenn wir einen Lauf bekommen, stecken wir bis zum Winter unten drin. Mannschaften, mit denen wir uns auf Augenhöhe sehen, sind schon auf Distanz."

Keeper Timo Horn nimmt die Mannschaft in die Pflicht. "Wir müssen uns da selbst herauskämpfen. Da hilft uns niemand." Kapitän Matthias Lehmann ergänzt: "Das ist jetzt zu 80 Prozent Kopfsache. Wir dürfen keine Zauberdinge probieren. Die einfachen Tugenden sind gefragt." (wem)

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