Die Vorwürfe gegen Christian Ulmen sind schwerwiegend: Er soll rund 10 Jahre lang mit einem Fake-Profil mit Männern geschrieben haben und dabei seine damalige Frau, Collien Fernandes, quasi "verkauft" haben.
Fernandes selbst erfuhr durch ein Gespräch während eines Mittagessens mit einem Kollegen von dieser Tat. Davor bekam sie gar nichts davon mit.
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Gewaltschutzzentren: +43 1 585 32 88
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TelefonSeelsorge – Notruf 142 (täglich 0-24 Uhr)
Laut Fernandes sei es erst durch ihre Anzeige gegen Unbekannt zu einem Geständnis gekommen. In ihrem Posting schreibt sie, ihr Ex-Mann habe sich ihr gegenüber erst offenbart, "damit ich die Ermittlungen stoppe".
Besonders verstörend ist die Begründung, die Fernandes ihm zuschreibt. Demnach habe er aus einem "Besitzdenken heraus" gehandelt.
Er habe laut ihrer Darstellung geglaubt, er könne über sie verfügen – weil sie seine Ehefrau sei. Fernandes zitiert ihn sinngemäß damit, dass er sie "anderen Männern zum Sex zur Verfügung stellen" könne.
Noch drastischer: Die angebliche Erniedrigung habe für ihn einen Reiz dargestellt. Sie schreibt, es habe ihn "geil gemacht", sie über Jahre hinweg zu degradieren.
Diese neuen Aussagen reihen sich in bereits bekannte Anschuldigungen ein. Fernandes hatte zuvor geschildert, dass über Jahre hinweg Fake-Profile in ihrem Namen betrieben worden seien, über die intime Inhalte verbreitet und Kontakte zu Männern aufgebaut wurden.
Die nun veröffentlichten Details geben erstmals Einblick in ein mögliches Motiv, sollten sich die Vorwürfe bestätigen. Ob es diese Motive besser machen sei dahingestellt.
Die Gegenseite weist die Anschuldigungen weiterhin zurück. Der Anwalt von Christian Ulmen erklärte bereits zuvor, entsprechende Berichte enthielten "zahlreiche Unwahrheiten" und seien rechtlich angreifbar.
Für Christian Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.