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Abzocke mit Hütchenspiel geht in Wiener City weiter

Die berühmt berüchtigten Hütchenspieler sind wieder in der Wiener Innenstadt anzutreffen. Eine Leserin beobachtete die Zockerei aus nächster Nähe.
Maxim Zdziarski
11.08.2022, 18:54
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Während der Corona-Pandemie verschwanden die Hütchen-Spieler aus dem Wiener Stadtbild. Bereits im letzten Jahr wurden die fragwürdigen Zocker wieder gesichtet – "Heute" berichtete. Leserreporterin Claudia beobachtete am Donnerstag die Männer mit ihren Spielutensilien auf der Kärntner Straße. "Sie standen direkt bei der Malteserkirche und zockten Touristen ab", erzählt sie im "Heute"-Talk. Von dem Trick-Spiel sollte man aber lieber die Finger lassen, denn gewinnen kann man dabei kein Geld. Man wird höchstens Reich an Erfahrung.

Mit Tricks zum großen Geld

Die Masche der Hütchenspieler ist einfach: Die Betrüger bauen auf dem Gehsteig ein Spielbrett auf und verstecken unter einem der drei Hütchen eine kleine Kugel. Errät man, unter welchem diese liegt, kann man (theoretisch) bares Geld gewinnen. In der Praxis sieht das allerdings ganz anders aus.

Mehrere Komplizen des Spielleitenden geben sich nämlich als Passanten aus und "gewinnen" scheinbar wahlweise 50 oder sogar 100 Euro. Unbeteiligte Dritte, die Geld setzen und nicht eingeweiht sind, steigen als Verlierer aus. Die Bande arbeitet mit einer Reihe an Tricks – die Kugel wird dabei völlig unbemerkt platziert. Es ist de facto unmöglich als Sieger nach Hause zu gehen. Sobald jemand den Männern auf die Schliche kommt und die Polizei alarmiert, ergreifen die Herrschaften die Flucht.

Schräg, skurril, humorvoll, täglich neu! Das sind die lustigsten Leserfotos.

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Harte Geldstrafen gegen Hütchen-Zocker

Seit 2005 ist das Hütchenspiel offiziell verboten. Laut dem Wiener Veranstaltungsgesetz können die Spieler beim ersten Aufgriff durch die Exekutive mit Strafen von bis zu 7.000 Euro rechnen. Die für das Spiel benötigten Gegenstände werden zudem sofort konfisziert.

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