Kino

Acht Minuten Standing Ovations für Emma Stones Sexszene

Bei den Filmfestspielen von Venedig wurde Emma Stones Leistung im Film "Poor Things" mit Standing Ovations gefeiert, sogar ein Oscar scheint greifbar.

Heute Entertainment
Emma Stones und Mark Ruffalo in Giorgos Lanthimos "Poor Things".
Emma Stones und Mark Ruffalo in Giorgos Lanthimos "Poor Things".
Searchlight Pictures / La Biennale di Venezia

Der von "Frankenstein" inspirierte Film "Poor Things" mit Emma Stone (34) in der Hauptrolle, erhielt am Freitag auf dem Filmfestival von Venedig achtminütige Standing Ovations. Die 34-Jährige wurde für ihre außergewöhnliche schauspielerische Leistung in dem Film gelobt, der eine Reihe grafischer Sexszenen enthält, darunter eine, in der sich die Figur der Oscar-Preisträgerin mit einem Stück Obst vergnügt. Mehrere Experten sind überzeugt, dass Stone für ihre Rolle in "Poor Things" ihren zweiten Oscar als beste Hauptdarstellerin gewinnen könnte.

Stars ließen Filmfestival sausen

In der Verfilmung des Satire Romans von Alasdair Grayb schlüpft Stone in die Rolle der Bella Baxter, die eine weibliche Version von Frankensteins Monster porträtiert und ebenfalls durch ein Experiment zum Leben erweckt wurde. Unter anderen schrieb "The Independent" in ihrer Vier-Sterne-Kritik: "Stone gibt sicherlich die kühnste Vorstellung ihrer bisherigen Karriere, in einer Rolle, die sie physisch und psychisch stark beansprucht."

Doch weder die Schauspielerin noch ihre Co-Stars Willem Dafoe (68) und Mark Ruffalo (55) waren anwesend, um sich am Freitag im Ruhm zu sonnen. Die Stars ließen das Festival aufgrund der SAG-AFTRA-Streiks sausen.

Um das geht's im Film:

Der Film spielt im späten 19 Jahrhundert in Glasgow, wo der Arzt Godwin Baxter in den Besitz der Leiche einer schwangeren Frau kommt. Um weiteren Missbrauch durch ihren Ehemann zu entkommen, ertränkte sich Victoria Blessington selbst. Mit nicht erprobten Methoden versucht Baxter die Frau wiederzubeleben und setzt Victoria schlussendlich das Gehirn ihres ungeborenen Kindes ein. Zu aller Überraschung erweckt Godwin Baxter so sein eigenes "Frankensteins Monster" zum Leben und gibt ihm den Namen Bella Baxter.

Durch die Gehirntransplantation besitzt Bella den Verstand eines Kindes, dieser gepaart mit dem Sexualdrang einer erwachsenen Frau macht sie unberechenbar. Emma Stone begibt sich als Bella Baxter auf eine Reise um die Welt, in der sie nicht nur viel über sich selbst, sondern auch über ihre Rolle als Frau in der Gesellschaft lernt. "Es gilt, die ganze Welt zu entdecken, zu erleben. Es ist das Ziel aller, sich zu entwickeln und zu wachsen", so Stone im Trailer zu "Poor Things".

Sex als wichtiger Bestandteil

Der griechische Regisseur Giorgos Lanthimos (50) erklärte in Venedig, dass Emma "keine Scham" hatte, wenn es um die schlüpfrigen Szenen ging. "Sex ein wesentlicher Bestandteil des Romans selbst, ihre (Bella Baxters) Freiheit in Bezug auf alles, einschließlich der Sexualität", so Lanthimos. Der 50-jährige Filmemacher fuhr fort: "Zweitens war es für mich sehr wichtig, keinen Film zu machen, der prüde wäre, denn das wäre wie ein völliger Verrat an der Hauptfigur."

Lanthimos und Stone haben bereits bei Projekten wie "The Favourite" zusammengearbeitet, sodass sie nicht lange über die Sexszenen diskutieren mussten. "Das Tolle an Emma und mir ist, dass wir schon vier Filme zusammen gemacht haben. Wir haben eine Kurzschrift und können uns verständigen, ohne zu viel erklären oder reden zu müssen", sagte er. "Sobald ich anfing, etwas über Sex zu sagen, sagte sie: 'Ja, natürlich, es ist Bella. Wir werden tun, was wir tun müssen.'"

Intimitätskoordinatorin

Für den Film wurde auch eine Intimitätskoordinatorin von Lanthimos engagiert. Der 50-Jährige lobte ihren positiven Einfluss auf den Film. "Am Anfang fühlte sich dieser Beruf für die meisten Filmemacher ein wenig bedrohlich an, aber ich denke, es ist wie mit allem: Wenn man mit einer guten Person zusammen ist, ist es großartig und man merkt, dass man sie wirklich braucht. Sie hat alles viel einfacher für alle gemacht", so der Regisseur.

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    Schauspieler Florian David Fitz transportiert seinen Hund auf die etwas andere Art.
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