Ole Einar Björndalen könnte vor einem spektakulären Comeback stehen – allerdings nicht auf der Loipe. Die norwegische Legende wird als neuer Präsident des Biathlon-Weltverbands IBU gehandelt. Dabei handelt es sich nicht nur um ein Gedankenspiel – es gibt bereits konkrete Anfragen.
Björndalen bestätigte jetzt selbst erstmals konkretes Interesse. "Es sind viele nationale Verbände auf mich zugekommen und haben gefragt, ob ich Interesse habe", sagte der Norweger der Zeitung "Dagbladet". "Es handelt sich um konkrete Anfragen."
Bislang galt der Slowene Tim Farcnik als Favorit auf die Nachfolge Dahlins. Doch offenbar sehen die Biathlon-Ikone einige Verbände als besseren Kandidaten. Damit der 52-Jährige tatsächlich kandidieren kann, muss er zunächst von einem nationalen Verband offiziell nominiert werden. Genau das scheint derzeit vorbereitet zu werden. Welche Nationen hinter den Anfragen stehen, wollte der Norweger allerdings nicht verraten.
Der heutige TV-Experte erklärte, er habe sich intensiv Gedanken über eine mögliche Kandidatur gemacht. Seine Motivation sei dabei klar: Er wolle den Biathlon-Sport weiterentwickeln und dessen internationales Potenzial voll ausschöpfen. "Ich möchte Biathlon in die bestmögliche Richtung weiterentwickeln", betonte die Legende.
Sportlich gehört Björndalen ohnehin zu den Größten aller Zeiten. Der Norweger holte in seiner Karriere acht olympische Goldmedaillen, dazu viermal Silber und zweimal Bronze. Außerdem gewann er bei Weltmeisterschaften insgesamt 45 Medaillen – davon 20 in Gold.