Kreditkarten-Diebstahl

Olympia-Siegerin wird nach Verurteilung gekündigt

Julia Simon wurde wegen Kreditkarten-Diebstahls verurteilt und holte dann bei den Olympischen Spielen dreimal Gold. Jetzt wurde sie gekündigt.
Sport Heute
10.05.2026, 10:48
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Der nächste Rückschlag für Julia Simon! Die französische Zollbehörde hat die Zusammenarbeit mit der zehnfachen Weltmeisterin beendet. Ein Sprecher bestätigte die Kündigung gegenüber dem "Nordic Magazine". Das will die Olympia-Siegerin aber nicht akzeptieren – sie legt Einspruch ein.

Aufmerksamen Fans war zuvor aufgefallen, dass Simon bei der offiziellen Kaderbekanntgabe nicht mehr als Mitglied des Zoll-Teams geführt wurde. Bei ihren Kolleginnen war die Zugehörigkeit dagegen weiterhin angeführt.

Die Behörde, die dem französischen Wirtschafts- und Finanzministerium untersteht, zog damit Konsequenzen aus dem Betrugsskandal der 29-Jährigen. Der Vertrag mit Simon hatte seit 2019 bestanden. Vor Gericht hatte Simon im Herbst 2025 erstmals öffentlich gestanden, mit der Kreditkarte ihrer Teamkollegin Justine Braisaz-Bouchet unerlaubt eingekauft zu haben. Die Vorfälle sollen sich zwischen Dezember 2021 und August 2022 in Östersund, Villard-sur-Doron und Sandnes ereignet haben.

Das Strafgericht in Albertville verurteilte die Französin zu drei Monaten Haft auf Bewährung sowie zu 15.000 Euro Geldstrafe. Braisaz-Bouchet hatte bereits im Frühsommer 2023 Anzeige erstattet, nachdem die Vorwürfe intern schon Ende September 2022 bekannt geworden waren.

Dreimal Gold bei Olympia

Auch sportlich hatte der Fall Folgen. Der französische Skiverband belegte Simon mit einer sechsmonatigen Sperre, wobei fünf Monate davon bedingt ausgesprochen wurden. Die Sperre trat am 7. November 2025 in Kraft – rechtzeitig vor den Olympischen Winterspielen 2026 durfte Simon damit wieder an den Start gehen. Sportlich lief es für die Französin trotz aller Turbulenzen weiter glänzend. Bei den Spielen in Antholz-Anterselva gewann sie gleich dreimal Gold und einmal Silber.

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