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R-A-K-G-Formel spart dir im Haushalt bares Geld

Viele Lebensmittel werden unnötig weggeworfen – nicht nur Geldverschwendung, sondern auch ökologisch bedenklich.

Clemens Pilz
Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist keine magische Grenze, aber der Lebensmittel nicht mehr essbar sind!
Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist keine magische Grenze, aber der Lebensmittel nicht mehr essbar sind!
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Diese Frage treibt derzeit viele Österreicher um: Wie soll trotz Teuerung, explodierenden Energie- und Spritpreisen, sowie meist nur unverhältnismäßig steigenden Löhnen am Monatsende noch ein Plus am Konto stehen? Autorin und Agenturchefin Sylvia Sima gibt mit ihrem neuen Buch "Spar dich glücklich" gleich 386 Tipps, mit denen ihren Lesern mehr Geld im Börserl bleibt.

Wie berichtet, bekam es die Niederösterreicherin während des ersten Corona-Lockdowns mit Existenzängsten zu tun, als ihre wichtigsten Kunden absprangen und die finanzielle Zukunft unsicher schien. Um sich selbst zu beruhigen, sammelte sie Spar-Tipps im familiären Umfeld und recherchierte auf eigene Faust weiter. Schließlich entstand daraus das Buch "Spar dich glücklich". Ein zentrales Kapitel betrifft darin den Umgang mit Lebensmittel, bei denen es einiges an Einsparungspotenzial gibt.

Was viele Menschen nämlich nicht wissen – oder zumindest nicht in die Praxis umsetzen: Das Mindesthaltbarkeitsdatum, das auf Produkten aufgedruckt ist, ist keinesfalls eine kritische Deadline: "Die Industrie drillt uns jedoch so sehr auf dieses Datum, dass wir fast schon Angst bekommen, wenn es auch nur um einen Tag überschritten ist", schreibt Sima. Es werde suggeriert, "dass das Produkt, welches das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten hat, für uns Menschen fast schon 'giftig' wäre. Ich übertreibe jetzt natürlich. Datum überschritten – und tschüss, ab in den Mistkübel, du 'schlechtes' Produkt!" Simas Appell an ihre Leser: "Bitte lass dich hier nicht verunsichern!"

Formel zeigt, was genießbar bleibt

Freilich müsse man sich bei leicht verderblichen Lebensmitteln wie frischem Fleisch, Fisch, Faschiertem oder rohem Geflügel an das sogenannte Verbrauchsdatum halten, das vom MHD zu unterscheiden ist. Bei allen anderen Produkten gelte es aber, vor dem Wegschmeißen ganz genau hinzusehen. Die Zauberformel laute hierbei: Riechen, ansehen, Konsistenz, Geschmack – kurz: "R-A-K-G"!

Autorin Sylvia Sima gibt Spartipps.
Autorin Sylvia Sima gibt Spartipps.
zVg

In dieser Reihenfolge gelte es nämlich, Lebensmittel, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben, auf ihre Genießbarkeit zu überprüfen. Bei richtiger Lagerung seien Produkte teils lange Zeit nach dem angegebenen Datum noch genießbar: Von zwei Tagen bei Gebäck- und Konditoreiwaren über zehn Tage bei Topfen und Hüttenkäse bis zu 28 Tagen bei Süßigkeiten, Ölen und Senf. Salz, Zucker, Nudeln, Mehl und Konserven halten sich oft auch noch ein Jahr über das MHD hinaus.

Nähere Informationen hierzu und viele weitere Tipps, etwa zu den Bereichen Energiesparen, Familie, Haushalt und Kosmetika, gibt es in Simas Buch – Details zum Mindesthaltbarkeitsdatum und den richtigen Umgang mit Lebensmittel finden Interessierte außerdem auf der Webseite der Wiener Tafel.