WM-Aus gegen Messi

Ägypter wittern Betrug: "Komische Dinge passierten"

Ganz großer Frust bei Ägypten! Nach dem WM-Aus im Achtelfinale gegen Argentinien (2:3) haben die "Pharaonen" den Schuldigen schon ausgemacht.
Sport Heute
07.07.2026, 22:32
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Ägypten war drauf und dran, bei der Weltmeisterschaft in den USA die ganz große Sensation zu schaffen. Die Nordafrikaner rund um Star Mohamed Salah führten in Atlanta bis zur 79. Minute mit 2:0. Nachdem Yasser Ibrahim (15.) und Mostafa Zico (67.) für die "Pharaonen" getroffen hatte, Argentiniens Topstar Lionel Messi zuvor bereits wie gegen Österreich einen Elfmeter vergeben hatte (21.).

Es brauchte eine denkwürdige Aufholjagd des amtierenden Weltmeisters. Cristian Romeo nach Messi-Vorarbeit (79.), der achtmalige Weltfußballer selbst (83.) und Enzo Fernandez mit dem 3.000 Tor der WM-Geschichte (90+2.) stellte das Ergebnis völlig auf den Kopf. Argentinien ist weiter, steht im WM-Viertelfinale. Und bei den Ägyptern ist der Frust riesengroß.

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Ägypter sehen zwei strittige Szenen

Schon deshalb, weil Zicos vermeintliches 2:0 in der 58. Spielminute nach einem Foul in der Entstehung nicht gegeben worden war (58.) – durchaus vertretbar, Marwan Attia hatte bei der Balleroberung Lisandro Martinez getroffen.

Wesentlich größer war der Ärger dann unmittelbar vor dem entscheidenden 3:2 durch Fernandez. Denn nach einem Zweikampf zwischen Ägypten-Star Salah und Argentiniens Julian Alvarez im Strafraum witterten die Ägypter einen Elfmeter. Allerdings hatte Alvarez den Ball weggespitzelt, Salah dann bei seinem Gegenspieler eingehakt. Deshalb gab Schiedsrichter Francois Letexier aus Frankreich den Elfmeter zurecht nicht.

"Kein Respekt, kein Fair Play"

In der ersten Emotion sahen es die Ägypter allerdings anders und fanden harte Worte, äußerten schwerste Anschuldigungen in Richtung des Unparteiischen. "Wir waren besser als der Weltmeister, aber das Ergebnis ist durch interne und externe Faktoren beeinflusst worden", warf etwa Ägyptens Teamchef Hossam Hassan dem Unparteiischen an den Kopf. Die Argentinier hätten "Druck auf den Schiedsrichter ausgeübt", meinte Hassan. "Vielleicht wollten sie den Weltmeister im Turnier belassen, vielleicht wollten sie Messi dabei haben", meinte der ägyptische Trainer. Vor allem aber die Salah-Szene brachte ihn auf die Palme: "Ein Elfmeter für uns ist nicht einmal vom VAR überprüft worden."

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"Wir haben den Sieg verdient, aber wir haben keinen Respekt und kein Fair Play erhalten. Das Leben ist unfair, die Welt ist nicht fair. Aber warum gibt es keine Fairness im Fußball? Wir sind ungerecht behandelt worden", so der 59-Jährige.

"Wurden benachteiligt"

Hassan war gegen Ende des Spiels in eine verbale Auseinandersetzung mit Referee Letexier verwickelt gewesen. "Ich habe ihm gesagt, dass er vielleicht eine Narbe aus der Vergangenheit hat oder etwas mit sich trägt. Wenn man versucht, etwas zu verheimlichen, dann scheitert man daran, es zu verheimlichen", so der Coach, der betonte, er werde "kein Spiel bei diesem Turnier anschauen".

Auch Zico selbst war angesäuert: "Das Spiel ist uns aus den Händen geglitten. Da sind komische Dinge passiert auf dem Feld. Wir wurden benachteiligt, was hat jeder gesehen. Nach dem 2:0 lief alles gegen uns. Wenn sie aus eigener Kraft gewonnen hätten, hätte das einen Unterschied für uns gemacht."

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