Starke Schmerzen und beginnende Bewegungseinschränkungen in der rechten Schulter haben Ing. Wolfgang Ivenz aus Droß (Bezirk Krems) im November zu einer stationären Reha im Klinikum am Kurpark Baden veranlasst.
Die Reha aus Angst vor einer möglichen Corona-Infektion zu verschieben, wäre für ihn nicht in Frage gekommen. Auch Medizinerinnen und Mediziner raten dringend davon ab, eine Reha nicht anzutreten – denn die Konsequenzen können gravierend sein.
Bereits vor drei Jahren absolvierte der ehemalige Lehrer an der Weinbauschule Krems nach einer Operation an der linken Schulter ein nachhaltig erfolgreiches Anschlussheilverfahren im Klinikum am Kurpark Baden. Als im heurigen Jahr heftige Schmerzen und eine Entzündung in der rechten Schulter auftraten, entschied sich der 65-Jährige für eine weitere Reha im Klinikum, um schweren Konsequenzen oder einer neuerlichen Operation vorzubeugen.
Das stationäre Rehabilitationsteam umfasst im Gegensatz zur ambulanten Physikalischen Medizin auch Berufsgruppen wie die Pflege, die Psychologie und die Diätologie. So können bei einem stationären Aufenthalt die Defizite mit einem abgestimmten und multimodalen Therapiekonzept behandelt werden. „Zudem können sich die Patientinnen und Patienten auf ein kontinuierliches Arbeiten an einem funktionellen Ziel über mehrere Wochen konzentrieren, ohne vom häuslichen oder beruflichen Alltag abgelenkt zu werden“, erklärt Primar Dr. Christian Wiederer, Ärztlicher Direktor des Klinikums am Kurpark Baden und Facharzt für Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation.
Von den dicht gesetzten therapeutischen Maßnahmen hat auch Wolfgang Ivenz profitiert. „Die Symptome haben sich deutlich verbessert. Ich bin sehr zufrieden und voll motiviert, zu Hause jeden Tag meine Übungen weiterzumachen“, berichtet der Mann über seine Reha und plant im kommenden Jahr auch schon die nächste.
„Schulteroperationen führen in vielen Fällen zu hochgradigen funktionellen Defiziten und benötigen daher meist mehrere intensive Rehabilitationsschritte zur Wiederherstellung“, erklärt der Mediziner.
Nach einem akuten Ereignis wie einer Operation oder einem Unfall ist ein möglichst rascher Übergang von der Versorgung im Akutkrankenhaus zum Antritt einer Reha für den weiteren Heilungsverlauf entscheidend. „Auch bei chronischen Erkrankungen kann sich der Gesundheitszustand merkbar oder möglicherweise sogar unwiderruflich verschlechtern, wenn eine notwendige Rehabilitation nicht durchgeführt wird“, appelliert Primar Wiederer, den Antritt einer stationären Reha nicht aufzuschieben.
Die ohnehin schon sehr strengen Standards in der Sonderkrankenanstalt wurden für die Dauer der Corona-Pandemie umfangreich erweitert und verschärft. „Beispielsweise werden unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig vor Arbeitsbeginn auf Covid-19 getestet, ebenso unsere Patientinnen und Patienten bei der Aufnahme. Die Abläufe in der Reha wurden unter dem Aspekt der Sicherheit adaptiert, aber unsere Patientinnen und Patienten erhalten die vollständige professionelle medizinisch-therapeutische Unterstützung und Begleitung wie vor Corona“, so der Ärztliche Direktor.
Auf die Reha in Corona-Zeiten hat sich Wolfgang Ivenz mit ausreichend Lesestoff gut vorbereitet. „Der Alltag in der Reha ist in diesen Zeiten anders und der soziale Kontakt wie überall aus Sicherheitsgründen stark reduziert. Aber ich empfand alle Sicherheitsmaßnahmen als sehr sinnvoll, fühlte mich in keiner Weise eingeschränkt und konnte mich voll auf meine Gesundheit konzentrieren.“