25-Jähriger völlig entsetzt

Ärzte weisen verletzten Mann mit blutender Wunde ab

Nach einem bösen Skiunfall suchte ein Niederösterreicher Hilfe im Medizinischen Zentrum in Gänserndorf. Dort wurde er zu seinem Entsetzen abgewiesen.
Maxim Zdziarski
24.01.2026, 11:00
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Ein Skiwochenende in Schladming endete für einen Niederösterreicher blutig. Florian (25) war am Sonntag auf der Planai in der Steiermark unterwegs. Doch die Freude über die weiße Pracht hielt nicht lange an. Am Nachmittag kam es nämlich zu einem bösen Unfall. Im Bereich der Schafalm stürzte der 25-Jährige bei dem Versuch, einer anderen Skifahrerin auszuweichen.

Ski schneidet Niederösterreicher ins Fleisch

Der Schnee in der Bindung verhinderte auch noch ein rechtzeitiges Auslösen – der Ski verhakte sich daraufhin unglücklich im Schnee. Der Folge: Der Niederösterreicher schlitterte seitlich mit dem linken Oberschenkel über die scharfe Skikante. Florian war nach einem Blick auf sein Bein schnell klar, dass er sofort handeln muss. Auf einer Hütte desinfizierte der die Wunde mit Vodka und versorgte sie notdürftig,

Mit demselben Verband trat der Verletzte die Heimfahrt nach Straßhof (NÖ) an. Um nichts dem Zufall zu überlassen, fuhr Florian gegen 21.10 Uhr ins medizinische Zentrum in Gänserndorf, um die Wunde dort fachgemäß versorgen zu lassen.

Patient weggeschickt

Vor Ort bestätigte eine Pflegerin den Verdacht, dass die Wunde müsse genäht werden. Allerdings wies ihn der Arzt zu seinem Entsetzen ab. Laut Florian wurde ihm mitgeteilt, dass der anwesende Arzt keine Wunden nähen könne. Er müsse sich also woanders Hilfe suchen.

"Hab gedacht, ich bin da beim Arzt"

Statt Hilfe zu bekommen, wurde der Verletzte laut eigener Aussage weggeschickt und an ein rund 35 Kilometer entferntes Spital verwiesen. "Ich hab gedacht, ich bin da beim Arzt", zeigt sich der Mann völlig entsetzt. "So etwas habe ich wirklich noch nie erlebt."

Besonders schockierend für den Patienten: Die Wunde sei nicht einmal angesehen worden, dennoch habe man ihn ohne Behandlung weggeschickt. "Ich verstehe nicht, wozu wir dieses 'Hobby-Spital' in Gänserndorf überhaupt noch haben. Man wird dort eh fast immer weggeschickt", zeigt sich der Niederösterreicher enttäuscht.

"Zum Glück ist alles gut gegangen"

Im Mistelbacher Krankenhaus ging dann aber glücklicherweise alles ganz rasch: Innerhalb von 30 Minuten wurde die Wunde mit fünf Stichen genäht. "Die Ärzte erklärten mir, dass solche Schnittwunden eigentlich innerhalb von etwa sechs Stunden genäht werden müssen", so der 25-Jährige. Florian dürfte jedoch gerade noch rechtzeitig versorgt worden sein, bevor es noch zu Komplikationen kommen konnte.

Warum im medizinischen Zentrum keine Wundversorgung möglich war, ist unklar. Eine schriftliche Anfrage an das Medizinische Zentrum in Gänserndorf blieb unbeantwortet.

{title && {title} } zdz, {title && {title} } Akt. 24.01.2026, 11:12, 24.01.2026, 11:00
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