Air-India-Absturz

Flugzeug kracht in Uni: 260 Tote nach 34 Sekunden

Vor einem Jahr stürzte Flug AI171 kurz nach dem Start ab. 260 Menschen starben, nur ein Passagier überlebte. Die Ermittlungen laufen weiter.
Newsdesk Heute
12.06.2026, 11:33
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Es ist eine minutiöse Rekonstruktion der schrecklichen Geschehnisse. Am 12. Juni 2025 ereignete sich in Ahmedabad eine der schwersten Flugzeugkatastrophen der vergangenen Jahre. Der Air-India-Flug AI171, eine Boeing 787 mit Ziel London-Gatwick, stürzte nur 34 Sekunden nach dem Abheben ab. Insgesamt kamen 260 Menschen ums Leben.

Unter den Opfern waren 241 von 242 Flugzeuginsassen sowie 19 Menschen am Boden. Lediglich ein Brite mit indischen Wurzeln, der auf Platz 11A am Notausgang saß, überlebte das Unglück mit leichten Verletzungen. Er konnte sich durch eine Öffnung im Wrack retten.

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Ein einziger Mann überlebte das Unglück
REUTERS

Im offiziellen Untersuchungsbericht heißt es, dass der Flug zunächst routinemäßig verlief. Um 13:37 Uhr erhielt die Crew die Startfreigabe, doch wenige Sekunden nach dem Abheben kam es zu einem plötzlichen Leistungsverlust beider Triebwerke. Die Kraftstoffabsperrhähne wechselten kurz nacheinander auf „CUTOFF“, wodurch die Treibstoffzufuhr unterbrochen wurde.

Schicksalhafte Sekunden im Cockpit

Im Cockpit wurde laut Stimmenrekorder die Frage gestellt, warum die Abschaltung vorgenommen wurde. Die Antwort: „Ich habe das nicht getan.“ Zeitgleich aktivierte sich das Notfallsystem, die sogenannte Ram Air Turbine, und beide Triebwerke verloren weiter an Leistung. Die Crew versuchte gegenzusteuern und stellte die Kraftstoffschalter wieder auf „RUN“. Eines der Triebwerke gewann kurzzeitig Leistung zurück.

"MAYDAY MAYDAY MAYDAY"
REUTERS

Doch um 13:39 Uhr sendete einer der Piloten einen Notruf: „MAYDAY MAYDAY MAYDAY“. Nur sechs Sekunden später endete die Flugdatenaufzeichnung – 34 Sekunden nach dem Abheben war die Boeing in ein medizinisches College gestürzt. Es folgte eine Explosion: Der Treibstoff entzündete sich und verursachte einen verheerenden Brand.

Ursache weiter unklar

Auch fast ein Jahr nach dem Absturz sind viele Fragen offen. Besonders rätselhaft bleibt, warum die Kraftstoff-Absperrhähne beider Triebwerke unmittelbar nach dem Start wechselten. Der aktuelle Bericht rekonstruiert die Ereignisse sekundengenau, eine abschließende Erklärung für die Ursache gibt es aber bisher nicht.

Klar ist lediglich: Vom Abheben bis zum Absturz vergingen nur 34 Sekunden. Das Unglück von Flug AI171 bleibt eines der mysteriösesten Flugzeugdramen der jüngeren Vergangenheit und hat das Leben vieler Menschen für immer verändert.

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