Zoff zwischen AK und FPÖ

Brücke wird nicht fertig: "Pendler müssen es ausbaden"

Die Arbeiterkammer warnt vor Verkehrsproblemen bei der Donaubrücke Mauthausen und fordert rasche Maßnahmen zur Entlastung der Pendler.
Oberösterreich Heute
20.11.2025, 05:00
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Seit 15 Jahren verspricht die Politik eine neue oder sanierte Donaubrücke bei Mauthausen – passiert ist kaum etwas. Nun steht fest: Die bestehende Brücke muss im Sommer 2028 für drei Monate komplett gesperrt werden. Die Pendler müssten "das Versagen ausbaden", kritisiert die Arbeiterkammer. Für sie bedeute das tägliche Umwege von bis zu 80 Kilometern und teils zwei Stunden mehr Fahrzeit. Die Kammer spricht von einem "vorhersehbaren Desaster" und fordert dringende Maßnahmen.

"Hausgemachtes Debakel" der Politik

Die AK-Präsidenten Andreas Stangl (OÖ) und Markus Wieser (NÖ) kritisieren ein "hausgemachtes Debakel" der Landespolitik. Laut ihren Berechnungen nutzen 22.000 Fahrzeuge täglich die Verbindung – viele Beschäftigte könnten ihre Arbeitsstelle künftig nur mehr mit massivem Zeit- und Kostenaufwand erreichen.

"Seit Jahren verspricht die Landespolitik hier, eine Brücke zu bauen. Jetzt gibt es wieder einen neuen Termin in drei Jahren, noch dazu mit einer Sperre von drei Monaten, zufälligerweise erst im Jahr nach der nächsten Landtagswahl in Oberösterreich", kritisiert Stangl.

FPÖ kritisiert "künstliche Empörung"

Die Arbeiterkammer fordert deshalb unter anderem mehr Öffi-Kapazitäten, flexiblere Arbeitszeiten für Betroffene sowie eine kilometerabhängige Entschädigung. Außerdem: "Freifahrt auf allen öffentlichen Verkehrsmitteln für die Dauer der Sperre" für Pendler, die sonst Umwege fahren müssten.

Politisch sorgt das Thema weiter für Streit. FPÖ-Landtagsabgeordneter Peter Handlos wirft der Arbeiterkammer "künstliche Empörung" vor. Die Kammer sei von Anfang an Teil des Prozesses gewesen: "Jetzt Forderungen aufzustellen ist schlicht unglaubwürdig."

Vielmehr solle sich die AK "bei Landesrat Steinkellner bedanken, dass er es im Jahr 2024 schaffte, das UVP-Verfahren zur Neuen Donaubrücke Mauthausen positiv abzuschließen". Die neue Brücke sei kein Prestigeprojekt, sondern "eine essenzielle Lebensader für die gesamte Region". Jede Verzögerung schade der Bevölkerung.

{title && {title} } red, {title && {title} } 20.11.2025, 05:00
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