Aktion scharf gegen Biker – nun Polizei-Appell an alle

Am Wochenende rückte die Polizei zum "länderübergreifenden Überwachungseinsatz" gegen Motorrad-Sünder aus. (Symbolbild)
Am Wochenende rückte die Polizei zum "länderübergreifenden Überwachungseinsatz" gegen Motorrad-Sünder aus. (Symbolbild)Andreas Lepsi / picturedesk.com
Motorrad-Ausfahrten nehmen oft kein gutes Ende. Die Polizei ist am vergangenen Wochenende ausgerückt, um gegen rücksichtlose Biker durchzugreifen. 

Heuer gab es auf Tirols Straßen bereits mehrere von schweren Unfällen mit einspurigen Kraftfahrzeugen, bei denen bisher ein Motorradlenker und ein Mopedlenker getötet wurden. Nicht angepasste Geschwindigkeit, gefährliches Überholen, zu geringer Abstand zum Vorausfahrzeug, Unachtsamkeit und Fahrfehler sind die häufigsten Unfallursachen.

Jetzt, am Höhepunkt der Biker-Saison, hat die Tiroler Polizei deshalb zusammen mit Kollegen aus Vorarlberg, Kärnten und Salzburg einen länderübergreifender Überwachungseinsatz durchgeführt. Am vergangenen Wochenende schnappte die Kontrollfalle dann zu. Im Rahmen der Aktion scharf wurden insgesamt 731 Übertretungen festgestellt. 

Alleine in Tirol wurden 268 Geschwindigkeitsdelikte geahndet, zusätzlich kamen noch 235 "sonstige" Delikte hinzu. Auf den Zufahrtsstrecken aus den umliegenden Bundesländern wurden ebenfalls Motorradlenker abgefangen und in Summe 228 Delikte geahndet.

Die häufigsten Übertretungen gingen dabei auf das Konto der Raser: So wurde im Bezirk Landeck ein Motorradlenker im Tempo-60-Bereich mit einer Geschwindigkeit von 141 km/h gemessen. In Damüls (Vorarlberg) fetzten gleich drei Biker mit je 135 km/h durch eine 50er-Zone.

Appell der Polizei

Die Polizei warnt angesichts solcher Vorkommnisse einmal mehr vor zu hohen bzw. nicht angepassten Geschwindigkeiten, riskanten Überholmanövern, Kurvenschneiden und Selbstüberschätzung – "diese Faktoren sind immer wieder Ursache für schwerste Motorrad- und Mopedunfälle", so die Exekutive.

Und weiter: "Speziell bei Ausfahrten mit einspurigen Kraftfahrzeugen – aber auch generell im Straßenverkehr – kommt es vor allem auf eine angepasste Fahrweise, hohes Verantwortungsbewusstsein und auf ein besonderes Maß an Rücksichtnahme an, speziell auch dann, wenn einzelne Motorradfahrer oder Gruppen in Ortschaften/Wohngebieten unterwegs sind."

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