Alaba: "Hab Foda gesagt, dass ich alles spielen kann"

David Alaba mit Teamchef Franco Foda.
David Alaba mit Teamchef Franco Foda.Gepa
Österreichs Fußball-Nationalteam ist mit einem 3:1-Erfolg gegen Nordmazedonienin die EMgestartet. Mit David Alaba auf einer ungewohnten Position. 

ÖFB-Teamchef Franco Foda hatte mit seiner Aufstellung nicht nur Fußballfans, sondern auch die UEFA völlig am falschen Fuß erwischt. Erstmals bot der Deutsche den 28-jährigen Wiener in der Abwehrzentrale auf. Genau auf der Position, die der Wiener auch bei den Bayern auf Weltklasse-Niveau besetzt. Der europäische Fußballverband hatte den zukünftigen Real-Madrid-Spieler in der offiziellen Formation noch auf dem linken Flügel geführt. 

Der Schachzug machte sich jedenfalls bezahlt. Alaba dirigierte das ÖFB-Team von ganz hinten, führte Rot-Weiß-Rot zum ersten ÖFB-Sieg bei einer Endrunde seit 1990. Damit ist der erste EM-Achtelfinaleinzug mehr als nur in Griffweite. 

"Habe ihm gesagt, dass ich alles spielen kann"

Doch wie kam es dazu, dass Alaba, der stets im Mittelfeld spielen wollte, auch im Team auf seiner Stammposition auflief? "Ich hatte in den letzten Tagen mehrere Gespräche mit dem Trainer. Er hat mir auch von dieser Idee erzählt. Ich habe ihm gesagt, dass ich alles spielen kann", erzählte Alaba. 

"Wir sind natürlich happy, dass wir unser erstes Ziel erreicht haben: mit drei Punkten starten. Das war wichtig für den Rhythmus, für das Selbstvertrauen. Aber es geht ja gleich wieder weiter", gab sich Alaba, der zum Mann des Spiels gewählt worden war, zurückhaltend. 

Denn auch gegen die Nordmazedonier tat sich das ÖFB-Team zumindest im ersten Durchgang schwer. "Wir haben in der Kabine gesagt, dass wir in der zweiten Halbzeit Charakter zeigen und mutig sein wollen. Das ist uns heute, glaube ich, ganz gut gelungen", schmunzelte der ÖFB-Ersatzkapitän. 

"Allen Österreichern große Freude bereitet"

Teamchef Foda freute sich derweil, dass sein Aufstellungs-Poker aufgegangen war. "Die Spieler sind die, die Geschichte geschrieben haben. Sie haben den Plan auf dem Platz sehr, sehr gut umgesetzt. Wir haben das Spiel sehr verdient gewonnen, im zweiten Durchgang noch einmal mehr Tempo reingebracht. Wir haben allen österreichischen Menschen heute eine große Freude bereitet", lachte der Deutsche. 

Neben Alaba haben auch die "Joker" gestochen. Michael Gregoritsch und Marko Arnautovic schossen das ÖFB-Team nach ihren Einwechslungen zum Sieg. "Bei Marko war es eh klar, dass er ins Spiel kommt. Wenn er topfit ist, spielt er bei mir immer von Anfang an. Michael hat zuletzt wenig gespielt, aber wir haben ihn mitgenommen, weil er bei uns immer Leistung gebracht hat. Gott sei Dank hat er sich seinen Treffer für heute aufgenommen", lachte der Deutsche. 

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