Die Sommerhitze lockt viele Menschen an Seen und in Freibäder – gleichzeitig häufen sich heuer Badeunfälle. Der Samariterbund informiert deshalb bei einer Aktionswoche über richtiges Verhalten im und am Wasser. Rund um den internationalen "Tag gegen das Ertrinken" gibt es bis 26. Juli Informations- und Mitmachveranstaltungen in mehreren Bundesländern.
"Heute" bekam von den Experten des Samariterbundes an der Donaumarina einen Einblick in die Arbeit, durfte mit dem Rettungsboot fahren und sich ein Bild der Rettungsübungen machen. Die Mitarbeiter leisten Präventivarbeit, klären auf und bieten nun auch im Rahmen der Aktionswoche Wienern die Möglichkeit, sich näher zu informieren.
Jährlich ertrinken rund 40 Menschen in Österreich, bei Kindern sind Badeunfälle laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) die zweithäufigste Todesursache. Der Samariterbund betont deshalb: "Wissen hilft und rettet Leben!"
Bei den Aktionstagen zeigen die Einsatzkräfte der Wasserrettung unter anderem Rettungsszenarien, führen Reanimationsübungen vor und erklären ihre Ausrüstung. Besucher können außerdem Techniken des Rettungsschwimmens ausprobieren und sich an Infoständen beraten lassen.
Auch für Kinder gibt es ein Programm. Neben Schnitzeljagden und Malstationen können verschiedene Schwimmprüfungen – vom Seesternchen bis zum Allroundschwimmer – abgelegt werden.
Am 25. Juli finden Veranstaltungen unter anderem im Laaerbergbad (10 bis 16 Uhr) Gänsehäufel (9 bis 17 Uhr) statt. Dort stehen Vorführungen von Rettungsschwimmtechniken, Reanimationsübungen, Tipps von Experten sowie Mitmachstationen auf dem Programm. Auch im Hietzinger Bad (11 bis 18 Uhr) informieren Experten.
Am 26. Juli lädt die Wasserrettung außerdem auf die Donauinsel bei der Reichsbrücke. Dort können Besucher von 10 bis 17 Uhr an Bord der Rettungsboote mitfahren und Rettungsübungen aus nächster Nähe verfolgen. Mehr Infos finden Sie hier.
Für weitere Badetage haben die Experten des Samariterbundes noch einige Tipps parat: Wer baden geht, sollte möglichst nicht alleine ins Wasser. Unüberlegt sollte man nicht ins kühle Nass springen, um den Kreislauf zu schützen – denn der Körper braucht Zeit, um seine eigene Temperatur an die des Wassers anzupassen. Am besten sollte man sich davor abduschen.
Ebenso wichtig sei eine realistische Selbsteinschätzung – und sich nicht zu Mutproben verleiten zu lassen. Besonders bei Kindern sei am Wasser höchste Aufmerksamkeit gefragt. Diese sollten niemals unbeaufsichtigt in der Nähe von Wasser spielen. Schwimmhilfen wie Flügerl oder Reifen ersetzen nicht die Aufsichtspflicht. Und: Ertrinken passiert lautlos. Schwimmen sollte man den Kleinsten möglichst früh beibringen.