Die Lage an Österreichs Fachhochschulen spitzt sich zu. Die Bundesländer schlagen Alarm und warnen vor einem möglichen Finanzkollaps. Grund dafür sei vor allem die aus ihrer Sicht unzureichende Unterstützung durch den Bund.
Bei einem Treffen in Salzburg haben die wissenschaftlich Verantwortlichen der Länder ein gemeinsames Positionspapier beschlossen. Darin fordern sie mehr Geld und vor allem langfristige Planungssicherheit. Derzeit tragen die Länder rund ein Viertel der Kosten, das sei auf Dauer nicht ausreichend.
Laut ORF betont die Vorarlberger Landesrätin Barbara Schöbi-Fink, dass ein neues Finanzierungsmodell notwendig sei, das die tatsächlichen Kosten besser abbildet. Gleichzeitig wollen die Länder stärker in die geplante Hochschulstrategie 2040 eingebunden werden.
Denn die Bedeutung der Fachhochschulen ist groß: Sie bilden rund 17 Prozent der Studierenden aus, erhalten aber nur 8,5 Prozent der staatlichen Ausgaben für Wissenschaft. Für viele Regionen sind sie zudem ein wichtiger Faktor für gut ausgebildete Fachkräfte.
Auch deshalb gibt es eine weitere Forderung: Fachhochschulen sollen künftig das Recht erhalten, Doktortitel zu vergeben. Damit soll verhindert werden, dass junge Wissenschaftler ins Ausland abwandern - und oft nicht mehr zurückkehren.