Für 21 Volksschüler aus Dafins (Vorarlberg) ändert sich ab Montag der Alltag schlagartig. Ihre Schule schließt vorübergehend - und sie müssen bis zum Sommer in die Volksschule nach Muntlix (Bezirk Feldkirch) wechseln, das berichtet der ORF.
Der Grund ist ungewöhnlich, aber erfreulich: Die einzige Lehrerin bekommt ein Baby und geht in Elternkarenz. Eine passende Vertretung konnte kurzfristig nicht gefunden werden. In Dafins werden alle Kinder gemeinsam in einer Klasse unterrichtet und dafür braucht es speziell ausgebildete Lehrkräfte.
Bei vielen Eltern sorgte die Situation zunächst für große Sorgen. Die Angst: Könnte das das endgültige Aus für die kleine Schule sein? Diese Befürchtung hat sich nun aber nicht bestätigt. Ab Herbst soll der Unterricht in Dafins wieder wie gewohnt starten – mit einer neuen Lehrkraft.
Bis dahin heißt es für die Kinder: umstellen. Ein Bus bringt sie künftig nach Muntlix, die Fahrt dauert rund 15 Minuten. Um den Wechsel zu erleichtern, begleitet die bisherige Lehrerin die Klasse in der ersten Woche noch für drei Tage.
Ganz gleich bleibt der Schulalltag aber nicht. In Muntlix werden die Kinder auf die einzelnen Schulstufen aufgeteilt und nicht mehr gemeinsam unterrichtet. Auch der Platz wird knapper, wie Direktorin Anne-Colette Walleczek im ORF sagt: "aber es geht sich schon aus".