Pochte auf Unschuld

Brach Opfer die Nase: Mann zu 10.500€ Strafe verurteilt

Nach einem Faustschlag bei einer Funkenfeier in Schwarzach muss ein 57-Jähriger vor Gericht. Das Opfer erlitt schwere Nasenverletzungen.
Österreich Heute
09.04.2026, 15:25
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Ein 57-jähriger Mann musste sich am Landesgericht Feldkirch für einen Faustschlag verantworten, bei dem ein anderer Mann schwer verletzt wurde. Der Vorfall ereignete sich am 8. März des vergangenen Jahres bei einer Funkenfeier in Schwarzach. Das Opfer erlitt eine Nasenbeinfraktur, die operativ versorgt werden musste.

Verwirrender Prozess

Zu Prozessbeginn verwies der Beschuldigte auf seine bisherigen Aussagen. Während des Prozesses wurden mehrere Zeugen gehört – Aufschluss konnten sie jedoch nicht wirklich bringen. Einige erklärten, den eigentlichen Vorfall nicht beobachtet zu haben, andere machten Angaben – jedoch nur dazu, den Angeklagten am Tatort gesehen zu haben.

"Ich war zu betrunken und hatte nichts von all dem mitbekommen", gab ein Zeuge und Bekannter des Angeklagten vor Gericht zu, wie "Vorarlberg Online" berichtet. Staatsanwältin und Verteidiger wiesen auf die widersprüchlichen Zeugenaussagen hin. Demnach seien zwar Personen dazwischen gegangen, einen konkreten Faustschlag habe jedoch niemand eindeutig beobachten können. Vor diesem Hintergrund plädierte der Verteidiger auf Freispruch.

Verurteilung zu Geldstrafe

Im letzten Wort erklärte der Angeklagte: "Ich bin unschuldig."

Der Richter sprach den 57-Jährigen dennoch der schweren Körperverletzung schuldig. Die Strafe: 10.500 Euro Geldstrafe (420 Tagessätze zu je 25 Euro), die Hälfte davon auf Bewährung. Gegen das Urteil wurde Berufung eingelegt. Es ist demnach nicht rechtskräftig. Die Unschuldsvermutung gilt.

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