Der Krieg im Nahen Osten trifft jetzt auch die heimische Gastronomie und dann auch die Gäste. Der Betreiber einer Dornbirner Pizzeria rechnet schon bald mit dem nächsten Preisschub, das berichtet vol.at. Besonders Verpackungen wie Pizzakartons, Servietten oder Kunststoffbecher werden für ihn teurer.
Der Grund: Die wirtschaftliche Lage ist ohnehin angespannt, dazu kommen die Folgen des Iran-Kriegs. Sprit, Energie und Lebensmittel sind zuletzt deutlich teurer geworden. Die Inflation ist wieder auf 3,1 Prozent gestiegen. Die nächsten Belastungen stehen bereits im Raum.
Adriano Leonardi Chef der Pizzeria "Bella Napoli" sagt vol.at: "Es ist schon sehr wahrscheinlich, dass die Verpackungspreise durch den Iran-Krieg bald steigen werden." Auch wenn Papier weniger vom Ölpreis abhängt, treiben höhere Energiekosten die Produktion nach oben. Dazu kommen teurere Transporte und Lieferungen. Plastikprodukte sind ebenfalls betroffen.
Vor der Pandemie seien Preise deutlich stabiler gewesen. Jetzt könne man sich als Unternehmer auf nichts mehr verlassen, meint der Gastronom. Das Problem: Steigen die Kosten für Kartons oder Servietten, landet das früher oder später auf der Speisekarte.
Besonders bitter: Sehr viele Gäste nehmen ihre Speisen mit und genau das wird teurer. Teilweise verlangen Betriebe bereits bis zu einem Euro für Verpackungen – "Heute" berichtete.
Ein Blick auf die Zahlen zeigt, wie stark die Preise gestiegen sind: Vor fünf Jahren kostete ein Pizzakarton zwischen 9 und 15 Cent, heute sind es rund 35 Cent. Kleine Betriebe zahlen sogar bis zu 40 Cent pro Stück, weil ihnen Mengenrabatte fehlen. "Ich glaube, je kleiner das Unternehmen ist, desto schwieriger ist es", sagt Leonardi laut vol.at.
Auch bei Zutaten gibt es keine Entspannung. Mehl, Mozzarella und Tomaten aus Italien werden ebenfalls teurer. Gleichzeitig bestätigen Großhändler wie Metro, dass bei Pizzakartons und Mitnahmeboxen mit weiteren Preisanstiegen zu rechnen ist. Hauptgründe sind steigende Transport-, Rohstoff- und Energiekosten. Besonders energieintensive Produkte wie Papier und Karton schlagen dabei stark zu Buche.