Ein 25-jähriger Syrer steht am Landesgericht Feldkirch wegen fortdauernder Belästigung im Netz vor Gericht. Er lebt in Vorarlberg, spricht gut Deutsch, hat einen Job und gilt als integriert. Angeblich habe er auch eine Freundin.
Eine junge Frau der Syrer online sexuell belästigt und dabei freizügige Bilder von ihr missbräuchlich verwendet haben. Als sie sein Annäherungsversuch ablehnte, reagierte er mit heftigen Beleidigungen.
Darüber hinaus soll der Mann ein Fake-Profil erstellt haben, Fotos der Frau hochgeladen, Kommentare dazu geschrieben und es mit ihrem echten Profil verknüpft haben. Die Inhalte waren mindestens eine Woche lang online sichtbar. Die Betroffene berichtete von monatelangem psychischem Stress und forderte eine Entschädigung von 3.500 Euro – die vom Gericht jedoch abgelehnt wurde, wie "Vorarlberg Online" berichtet.
Der Richter stellte fest, dass der Angeklagte schuldig ist. Die Strafe umfasst 1.600 Euro neu verhängte Geldstrafe, 2.400 Euro aus einer früheren Bewährungsstrafe sowie 200 Euro Verfahrenskosten – insgesamt 4.200 Euro.
Der Mann bleibt bei seiner Unschuld. Trotz eindeutiger Nachweise über seine Telefonnummer und die Kontakte zur Frau, bestreitet er zunächst jede Verbindung. Erst spät räumt er ein, vor rund einem Jahr wegen einer Anfrage zu gemeinsamem Sex Kontakt aufgenommen zu haben.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Angeklagte hat bereits rund 41.000 Euro Schulden.