Mit einer Mischung aus Drama, Glitzer und ganz viel Gefühl hat Alisbeim zweiten ESC-Halbfinale in Wien einen der emotionalsten Momente des Abends geliefert. Der albanische Vertreter performte seinen Song "Nân" – gegisch für "Mutter" – zunächst in einer auffälligen Inszenierung mit Brille, funkelndem Umhang und riesigen Köpfen auf der Videowand.
Der Titel erzählt von Abschieden, Sehnsucht und der engen Bindung zur Mutter, besonders geprägt durch das Thema Migration. Doch mitten in der Performance überraschte der Sänger das Publikum mit einem ganz besonderen Auftritt.
Plötzlich stand nicht mehr nur der Sänger alleine im Rampenlicht: Er holte seine "Mutter" auf die Bühne und verwandelte die ohnehin emotionale Nummer in einen echten Gänsehautmoment. Doch tatsächlich spielte nur eine Frau seine Mama. In der Wiener Stadthalle war dennoch sofort zu hören, wie sehr das Publikum diesen inszenierten Mutter-Sohn-Auftritt feierte.
Tatsächlich überlegte er im Vorfeld seine Mama auf die Bühne zu holen, entschied sich im letzten Moment jedoch um. Der Grund: Er wäre sonst zu emotional geworden.
Lauter Jubel erfüllte die Halle, als sie die Bühne betrat und gemeinsam mit dem Sänger den bewegenden ESC-Moment teilte. Während viele Acts auf große Effekte setzen, punktete Albanien diesmal vor allem mit Gefühl – und traf damit offensichtlich mitten in die Herzen vieler Fans.