Die heimische Natur hält manchmal Überraschungen bereit, die selbst Kenner verblüffen.
Kürzlich sorgte die Entdeckung eines Hobbygärtners für Aufsehen: Er fand ein Dutzend bizarrer Kreaturen in seinem Walnussbaum und postete Fotos davon im Internet.
Die Auflösung des Rätsels: Es handelt sich um die Raupe des Buchen-Zahnspinners (Stauropus fagi). Mit einer Länge von bis zu sechs Zentimetern, zwei langen Vorderbeinpaaren und einem aufgerichteten Hinterleib erinnert sie an einen urzeitlichen Drachen.
Wie es bei "24garten" heißt, dient diese bizarre Form der Abwehr von Feinden. Im Internet löste das Aussehen der Raupe eine Flut von Kommentaren aus - von Bewunderung bis Entsetzen.
Die Raupen ernähren sich von den Blättern verschiedener Laubbäume, darunter Buchen, Eichen, Ahorn, Hartriegel, Weißdorn und Walnussbäume. Die Raupenzeit dauert von Juli bis Oktober. Die Verpuppung findet in einem Gespinst am Boden statt, wo die Puppe überwintert.
Der Buchen-Zahnspinner ist in Deutschland und auch in Österreich überall häufig und in seinem Bestand nicht gefährdet.
Wer die außergewöhnliche Raupe im eigenen Garten entdeckt, kann sich also glücklich schätzen - sie ist perfekt getarnt und daher nur selten zu sehen.