Wer morgens angefressene Rosen, Hortensien oder Rhododendren entdeckt, hat meist einen nächtlichen Besucher im Garten: den Dickmaulrüssler. Der kleine Käfer frisst sich unbemerkt durch die Blätter – und seine Larven richten unter der Erde oft noch größeren Schaden an. Mit einem einfachen Trick kannst du den Schädling aber austricksen.
Der Dickmaulrüssler ist ein nachtaktiver Schädling. Tagsüber versteckt er sich, nachts macht er sich über Blätter von Rosen, Hortensien, Stauden und vielen weiteren Pflanzen her. Typisch sind halbmondförmige Fraßspuren an den Blatträndern.
Noch gefährlicher sind allerdings seine Larven. Sie leben im Boden und fressen die feinen Wurzeln der Pflanzen an. Dadurch können diese Wasser und Nährstoffe schlechter aufnehmen, welken und im schlimmsten Fall sogar absterben.
Statt den Käfern nachts mit der Taschenlampe hinterherzulaufen, kannst du ihre Gewohnheiten ausnutzen. Sobald es hell wird, suchen die Tiere ein dunkles Versteck – genau das bietet ihnen ein umgedrehter Tontopf.
Alternativ funktioniert auch ein geriffeltes Holzbrett, das mit der geriffelten Seite nach unten auf den Boden gelegt wird. Auch dort verstecken sich die Schädlinge gerne.
Wer den Dickmaulrüssler langfristig loswerden möchte, sollte auch seine Larven bekämpfen. Dafür eignen sich Nematoden – mikroskopisch kleine Fadenwürmer, die als natürliche Gegenspieler der Larven gelten.
Die Nematoden werden in Wasser eingerührt und am besten abends auf den Boden gegossen. Wichtig ist, die Erde danach mehrere Tage feucht zu halten, damit die Nützlinge aktiv bleiben. Besonders sinnvoll ist die Anwendung im Frühjahr von April bis Mai sowie im Herbst zwischen September und Oktober.
Je früher der Dickmaulrüssler eingedämmt wird, desto geringer ist das Risiko, dass sich die Käfer stark vermehren. Denn ein einziges Weibchen kann im Laufe seines Lebens bis zu 1.000 Eier ablegen. Mit der einfachen Blumentopf-Falle und dem gezielten Einsatz von Nematoden lässt sich der Schädling ganz ohne chemische Mittel wirksam bekämpfen.