Schmetterlinge und Falter sind im Garten normalerweise willkommen. Anders sieht das beim Weidenbohrer aus. Der Nachtfalter selbst ist harmlos, doch seine Raupen können ganze Bäume zum Einsturz bringen.
Der Weidenbohrer gehört zur Familie der Holzbohrer. Mit einer Flügelspannweite von sechs bis acht Zentimetern ist er ziemlich groß, aber dank seiner grauen Marmorierung auf der Baumrinde kaum zu erkennen. Die Gefahr geht von seinen Larven aus.
Wie 24garten.de berichtet, ist die Raupe des Weidenbohrers mit etwa zehn Zentimetern die größte heimische Schmetterlingsraupe. Ihre Unterseite leuchtet gelb, der Rücken ist dunkelrot bis schwarz gefärbt. Sie frisst sich durch Weiden, Pappeln, Birken und Obstbäume.
Ein typisches Zeichen sind ovale Gänge im Holz und kleine Sägespänehäufchen rund um den Stamm. Auch ein strenger, essigartiger Geruch kann auf die Raupen hinweisen – sie versprühen bei Gefahr ein riechendes Sekret.
Anders als der Eichenprozessionsspinner sind Weidenbohrer-Raupen nicht giftig. Sie können zwar beißen, wenn sie sich bedroht fühlen, doch gefährlich ist das nicht. Die Larven leben bis zu vier Jahre im Baum, bevor sie sich verpuppen.
Vorbeugend hilft es, Bäume gesund zu halten und regelmäßig auf Bohrlöcher zu kontrollieren. Auch natürliche Feinde wie Spechte, Schlupfwespen und Fledermäuse halten den Bestand in Schach.
Bei akutem Befall solltest du befallene Äste großzügig abschneiden. Die Raupen können auch mit einem Draht aus den Gängen entfernt werden. Spezielle Nematoden der Gattung Steinernema dringen in die Larven ein und töten sie.
Der Weidenbohrer ist in Österreich weder meldepflichtig noch geschützt. Solange du deine Bäume pflegst, bleibt ein starker Befall unwahrscheinlich.