Die anhaltende Hitzewelle macht Gärten schwer zu schaffen. Ausgetrocknete Böden, welkende Pflanzen und sinkende Wasserreserven bringen Hobbygärtner zunehmend an ihre Grenzen. Vielerorts ist die Erde bereits so trocken, dass Regen kaum noch einsickert. Wer jetzt nicht richtig reagiert, riskiert dauerhafte Schäden an Beeten, Sträuchern und Bäumen.
Experten empfehlen deshalb vier einfache, aber besonders wirkungsvolle Maßnahmen, um Pflanzen durch die Trockenperiode zu bringen.
Der schnellste Schutz gegen Austrocknung liegt direkt auf dem Boden. Eine rund fünf Zentimeter dicke Schicht aus Rasenschnitt, Laub oder Rindenmulch hält die Feuchtigkeit deutlich länger im Erdreich und schützt die Wurzeln vor der prallen Sonne.
Ein zusätzlicher Vorteil: Mulch verbessert langfristig den Humusgehalt. Dadurch kann der Boden Wasser und Nährstoffe besser speichern. Offene Erdflächen sollten möglichst mit Bodendeckern bepflanzt werden – sie verhindern zusätzlich, dass die Erde austrocknet.
Viele machen jetzt denselben Fehler: Sie greifen täglich zur Gießkanne. Tatsächlich profitieren Pflanzen viel mehr von einer kräftigen, tiefen Bewässerung in größeren Abständen. Der beste Zeitpunkt ist der frühe Morgen. Dann ist der Boden noch kühl und das Wasser kann tief eindringen, bevor es verdunstet. Gleichzeitig sinkt das Risiko für Pilzkrankheiten und Schneckenbefall.
Nicht nur Blumen und Gemüse leiden unter der Hitze. Auch Bäume geraten zunehmend unter Trockenstress. Besonders empfindlich reagieren unter anderem Birken, Ahorn, Weiden, Eschen und viele Obstbäume.
Bewässerungssäcke können hier helfen. Sie werden direkt um den Stamm gelegt und geben das eingefüllte Wasser langsam an den Boden ab. So gelangt die Feuchtigkeit genau dorthin, wo die Wurzeln sie benötigen – deutlich effizienter als oberflächliches Gießen.
Gestresste Böden reagieren auf Pflanzenschutzmittel besonders empfindlich. Deshalb raten Fachleute, während längerer Trockenphasen möglichst auf chemische Mittel zu verzichten.
Auch beim Unkrautjäten ist Zurückhaltung gefragt. Viele Wildpflanzen beschatten den Boden und helfen dabei, Feuchtigkeit zu speichern. Wer außerdem Nützlinge wie Marienkäfer, Florfliegen oder Schlupfwespen fördert, kann Schädlinge auf natürliche Weise bekämpfen – ganz ohne zusätzliche Belastung für den ohnehin strapazierten Garten.