Viele Katzenbesitzer machen sich Sorgen, wenn es draußen so richtig heiß wird. Laut 20 Minuten werden im Netz eifrig Tricks geteilt: Leckerli einfrieren, Klimaanlage laufen lassen oder einfach mehr Wasser anbieten. Doch nicht alles, was gut gemeint ist, tut deiner Katze tatsächlich gut.
Hunde schwitzen hauptsächlich über Zunge und Pfoten – das weiß fast jeder. Aber wie schaut es bei Katzen aus? Auch sie geben Wärme über die Pfoten, den Mund, die Zitzen und den After ab. Allerdings reicht das oft nicht, um bei großer Hitze den Körper ausreichend zu kühlen.
Unsere Hauskatzen stammen von der afrikanischen Falbkatze ab und sind damit echte Wüstentiere. Sie kommen mit Hitze viel besser zurecht als viele andere Haustiere. Erst wenn ihre Hauttemperatur über 52 Grad steigt, zeigen sie Unwohlsein – beim Menschen ist das schon ab 44,5 Grad der Fall. Das berichtet etwa die Organisation "International Cat Care".
"Wichtig ist, dass Katzen immer einen kühlen Platz finden – zum Beispiel im Schatten oder auf kühlen Fliesen", erklärt Tierärztin Staub im Gespräch mit 20 Minuten. Wenn du eine Klimaanlage oder einen Ventilator verwendest, achte darauf, dass deine Katze ausweichen kann. Zwing sie nie in einen Raum mit laufender Klimaanlage, wenn sie das nicht mag.
Katzen sind zwar genügsam und brauchen oft wenig Wasser, aber im Sommer kannst du sie extra unterstützen. "Du kannst das Futter mit Wasser anreichern – bei Hunden klappt das super, bei Katzen reicht meist schon Nassfutter", erklärt Staub.
Im Internet zeigen viele, wie sie flüssige Leckerli und Wasser mischen, einfrieren und dann ihrer Katze anbieten. Tierärztin Staub rät davon ab: "Kalte Flüssigkeiten oder Futter können bei empfindlichen Tieren den Magen reizen und zu einer Gastritis führen. Da wäre ich vorsichtig und würde keine Experimente machen. Es gibt bessere Möglichkeiten, Katzen abzukühlen, als mit kaltem Futter."